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8

Schön erzählte, tragikomische Geschichte über ein elitäres Internat, seine Schüler und Bediensteten. Robin Williams passt perfekt in die Rolle des Lehrers John Keating. Er verkörpert die Figur glaubhaft und verleiht dem Film dadurch eine Menge Charme. "Der Club der toten Dichter" ist ein atmosphärisches und authentisch wirkendes Drama, das auch in den Nebenrollen von seinen jungen Darstellern toll gespielt ist.

3

Robin Williams, den traurigen Clown vom Dienst, habe ich noch nie gemocht, denn er hat immer so etwas latent Selbstgefälliges an sich und spielt allzu oft - so auch hier - eine Art vom Himmel geschickten Engel, der die Leute um sich herum erleuchten soll. Als antiautoritärer und unkonventioneller Lehrer (und das Jahre vor den 68ern!) an dem erzkonservativen und strengen Internat ist er noch unglaubwürdiger als ein Außerirdischer: Er hätte nicht einmal das Einstellungsgespräch überstanden oder wäre nach der Aufforderung zum Rausreißen von Buchseiten sofort für die Anstiftung zur Zerstörung von Schuleigentum gefeuert worden. Mir war in dem Lehrstück über Leistungsdruck, Konformität, freie Entfaltung und das Ausleben von Träumen mal wieder zu viel Hollywoodschmalz vorhanden und selbst das betrübliche Ende ändert nichts daran. Fazit: Nur ein weiterer Film, mit dem wir in der Schule gequält wurden.

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