'End of Watch' soll den Polizisten-Alltag in Los Angeles zeigen. Leider bekommt der Zuschauer teilweise aber nur kleine Häppchen serviert. Und genau so wirkt auch der Film - es ist irgendwie eine Aneinander-Reihung verschiedenster Szenen.Der Film lebt auch von seinen beiden Hauptdarstellern Michael Pena und Jake Gyllenhaal. Beide liefern eine erstklassige Arbeit ab und wirken absolut glaubwürdig. Leider kommen die Nebendarsteller, die definitiv auch nur - wie heißt es im Englischen - 'supporten' = unterstützen. Hier tut sich m. E. Anna Kendrick hervor, die die Freundin und spätere Ehefrau von Brian Taylor (Gyllenhaal) spielt.
Die Action-Szenen sind rar gesät; schließlich gibt's nicht auf jeder Streife eine Schießerei. Und die wenigen Szenen, die Action bereit halten, sind auch total glaubwürdig. Dass Regisseur Ayer hier die Realität in den Vordergrund gestellt hat, ist äußerst wohltuend. Hier hebt sich der Film auch von den üblichen Action-Filmen ab.
Leider ist es Regisseur Ayer nicht gelungen, aus den vielen kleinen Stückchen durchgehend spannenden und realistischen Film zu machen. Ich bin ja ein Fan von kleinen Häppchen - doch aber nur von kulinarischen.7/10.