Das 1968er Original NIGHT OF THE LIVING DEAD von George A. Romero läutete nicht nur das Zeitalter des modernen Zombiefilms ein, es ist auch ein alltime Filmklassiker der Geschichte geschrieben und meines Wissens nach auch im New Yorker Museum of Modern Art einen Platz hat. Schade ist es, dass der Titel wohl nicht geschützt ist, sonst hätten sich nicht bislang schon ungezählte Trash-Epigonen dieses Titels bemächtigt. So auch NIGHT OF THE LIVING DEAD – RESURRECTION (im Folgenden kurz: RESURRECTION) der erwartungsgemäß von der Qualität her nichts, und storytechnisch formal nur wenig mit dem Original zu tun hat.
RESURRECTION ist - in einem Satz versucht zusammenzufassen – ein darstellerisch, dramaturgisch und technisch unsäglich umgesetztes Stück Film, welches sogar geschenkt eine Frechheit ist. Auch recht flexiblen Zombiefilmfreunden kann ich das Machwerk nicht empfehlen, außer ihr seid wirklich Zombiekomplettisten oder zählt den frühen Uwe Boll, Jochen Taubert, Oliver Krekel oder Andreas Bethmann zu Euren Lieblingsregisseuren. Goretechnisch überrascht mich RESURRECTION tatsächlich ein wenig, denn zum einen sind die Effekte recht blutig und handwerklich gar nicht to schlecht gestaltet.
Zum anderen gibt es zwischendurch und vor allem auch am Ende recht deutlich Ausweidungen zu bestaunen und die fleischgeilen Gesellen nagen mal gerne in Großaufnahme an den (Gummi-)Gedärmen. Aber schon die nächste Einstellung kann alles zunichte machen wenn zum Beispiel die Zombiefreunde knurren wie hungrige Pudelwelpen wenn sie über die Hauptdarsteller herfallen die uns inzwischen völlig egal sind. Die ersten Angriffe vor dem klaustrophobischen Hausszenario verlaufen immer nach dem gleichen Schema ab. Ein Darsteller findet eine verstümmelte Leiche und ein versteckter Zombie taucht auf und holt sich sein nächstes Opfer.
Zeitweise gibt es dabei tatsächlich so etwas wie etwas Atmosphäre und minimale Spannung was und wann sich aus dem Dunkeln erhebt. Doch dann kommt wie ein Blitz aus dem Filmhimmel die Synchronisation die wie von ein paar Freunden mal eben zwischendurch am Rande einer sommerlichen Grillparty eingespielt. Mit dem Original gemein hat RESURRECTION in der Mitte des Films das Szenario von einer Gruppe von Menschen die in einem Haus bzw. im vorliegenden Fall in einem verlassenen Bauernhof von Zombies umlagert sind. Hier wechseln sich üble Dialoge und dunkle Bilder ab. Generell bleibt vieles im Dunkeln und der Zuschauer bekommt nicht den Hauch einer Chance sich mit einem der Protagonisten zu identifizieren.
In den endlos wirkenden Dialogen kommt auch schnell Langeweile auf. Den Kindern wird insbesondere das Nägelkauen verboten – könnte sich dies vielleicht später als strategischer Vorteil erweisen? Sogar das einmalig verstörende Ende des Originals wird versucht in gewisser Weise zu kopieren. Die Filmmusik wirkt schon fast erstaunlich authentisch in Bezug auf erste Programmierversuche so Anfang der 80er auf Sequenzern und ähnlichem elektronischen Spielzeug. Schwafel, Schwafel, Schwafel….. ihr habt es längst erkannt. RESURRECTION lohnt sich einfach nicht. Bis zum nächsten besseren Zombiemovie!
2,5/10 Punkten