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Was soll man zu einem mit Oscars überhäuften Film wie "Gandhi" noch sagen. Der Erfolg und die Auszeichnungen sprechen eigentlich eine deutliche Sprache. Trotzdem ringt mir der Film von Regisseur Sir Richard Attenborough nach dem kürzlichen Wiedersehen doch noch einige Worte ab.

Der Film erzählt natürlich die Lebensgeschchte des indischen Nationalhelden Mohandas K. Gandhi inzwischen weltweit besser bekannt als Mahatma "die große Seele" Gandhi, der durch seinen passiven Widerstand gegen die englischen Kolonialherren Indien die Unabhängigkeit brachte und dadurch natürlich auch maßgebend zur Entstehung von Pakistan beitrug.

Inwieweit die Handlung 100% historisch korrekt ist vermag ich nicht zu sagen, daher will ich hier mehr auf meine Eindrücke als Zuschauer eingehen.

Mit einer Spielzeit von fast drei Stunden verlangt der Streifen dem Publikum schon mal ordentliches Sitzfleisch ab, was aber durch die darstellerische Leistung von Gandhi-Darsteller Ben Kingsley mehr als belohnt wird. Die Erzählstruktur des ganzen Filmes ist dagegen etwas gewöhnungsbedürftig, da teilweise zwischen einzelnen Szenen Zeitsprünge von mehreren Jahren vorkommen.

Auch wenn der ganze Film nach etwas weniger interessant geratenem Start immer besser wird hat er doch einen kleinen Mangel, Es fehlt nämlich für meine Begriffe eine etwas bessere Drstellung der Art und Weise wie Gandhi immer mehr Menschen für seine Vorgehensweise gewinnt. Zwar steigert sich die Menge der Anhänger mit jeder seiner Aktionen, doch fände ich persönlich es besser, wenn man den Sinneswandel in der Bevölkerung durch eines oder zwei Beispiele besser verdeutlicht hätte.
Was mir auch fehlte war eine klarere Erklärung für die Motivation und die Hintergründe des Attentäters.

Fazit: Sicherlich ein Film, den man einmal gesehen haben sollte, Kingsley haucht dieser historisch wichtigen Persönlichkeit echtes Leben ein. Aber um "Gandhi" zu enem absoluten Meisterwerk zu machen fehlt doch noch einiges.

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