Review

Paroxismus oder Black Angel ist ein Film aus der wohl besten Schaffensphase des Jess Franco. Auch wenn er im Verruf steht, massenhaft stümperhafte oder zumindest zweifelhafte Werke abgeliefert zu haben, findet man doch immer wieder einmal eine kleine Perle wie diese hier.

Ein Trompeter, gespielt von James Darren- später bekannt aus er TV-Serie T.J.Hooker- findet eine Leiche am Strand. Was dann folgt ist eine Serie an Erinnerungen, Tagträumen, Halluzinationen in einer psychedelischen Art und Weise, wie es Franco später äußerst selten wieder vollbracht hat. Filter und Farben, ein hervorragendes Jazz- Arrangement- alles scheint hier zu stimmen.

In kurzen Nebenrollen sind versierte Darsteller wie Dennis Price und Klaus Kinski zu sehen. Letzterer soll (laut Interview auf der Blue Underground-DVD) Herrn Franco beim Dreh gefragt haben, ob er ihn ganz nackt haben wolle- für ihn würde er es tun, aber der Regisseur verzichtete. Im Übrigen ist Franco auch bei seinen anderen drei Zusammenarbeiten mit Kinski wohl sehr gut zurecht gekommen.

Eigentlich wollte Franco die Hauptakteure genau anders herum besetzen- den Trompeter mit dunkler Hautfarbe und seine Geliebte als Hellhäutige, aber eine weiße Frau im Bett mit einem Schwarzen wollten die Produzenten den Zuschauern wohl nicht zumuten.

Trotzdem muss gesagt werden, dass es sich bei vorliegendem Film um einen von Franco's besten handelt.

8 / 10 Punkte

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