Ja, Asia zieht blank, und Papa hält die Kamera drauf!
Argento sollte aufhören - echt!
Ich kenne seine gnadenlos brillanten mitunter tabubrechenden Filme aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren, und es ist für mich als Fan von damals zum Fremdschämen, was aus der einstigen Ikone des italienischen Thrillerfilms wurde.
Positiv muss ich hervorheben, dass bei der vorliegenden Inszenierung die Kulisse und die Beleuchtung sehr gut den Charme der legendären Gothic Horrorfilme aus den englischen Hammer Studios kopiert. Auch Argetos Landmann Mario Bava hätte seine Freude an der Ausleuchtung gehabt.
Doch der Rest ist schon ein Knaller, den man nur mit Bier ertragen kann.
Wenn die miesen Computereffekte wirklich "Absicht" sein sollen, frage ich mich allen Ernstes, welche Absicht steckt dahinter? Etwas den letzten gutmütig gestimmten Argento-Fan zu vergraulen?
Die Effekte tun weh - nicht wegen der Brutalität sondern wegen der billigen Machart. Es wirkt so, als hätte sich eine Gruppe Amateurfilmer zusammengefunden, um ein paar Tricks an einem PC aus der 1990er-Jahren zu erschaffen. Nein, ich tue jedem Amateurfilmer unrecht - das Ergebnis hier ist weitaus schlechter!
Warum gebe ich trotz vernichtender Worte 5 Punkte?
Ein Herz für den Hauer habe ich - der schlägt sich tapfer durch diesen Mummenschanz.
Einige Splattereffekte (keine PC-Tricks!) sind gelungen.
Ich mag Brüste in Vampirfilmen (nein, das war jetzt ein Spaß! Obwohl?).
Die Setgestaltung ist gelungen - und wirkt wohltuend altbacken.
Kretschmann ist eine Fehlbesetzung - genau wie die "Gottesanbeterin"! Wer kommt denn auf solche absurden Einfälle? Zuviel Chianti, oder was?
Amüsiert habe ich mich trotzdem - irgendwie! Gruselig waren nur die Tricks! Würde man diese ganzen misslungenen Animationssequenzen herausschneiden, wäre es gerade so ein anständiger Vampirfilm geworden.
Ein letzter Pluspunkt: weit weg vom heutigen weichgespülten Wohlfühlvampir; leider dennoch ein Rohrkrepierer!
Ich rate nur zu diesem Film, wenn Bier in der Nähe steht!
Ehrlich!