Ich liebe Dracula, ich liebe Frankenstein. Ich liebe die Hammer-Produktionen der 50er und 60er. Ich liebe Dario Argento.
Kann dies zusammen passen oder miteinander harmnonieren? Teilweise ja.
Ein "Hammer-mäßiger" Einstieg, wird aber innerhalb von Minuten von extremst billigen 3D-Effekten erledigt.
Danach beginnt eine gute Erzählung, die an "Horror of Dracula" erinnert. Atmosphärisch ganz gut gelungen. Der Inhalt tümpelt jedoch ins Nirgendwo.
Thomas Kretschmann ist ein schrecklicher Dracula, im negativen Sinne. Dem gegenüber ist Rutger Hauer ein fabelhafter Van Helsing. Schade, dass ihm so wenig Screen-Time eingeräumt wurde, und dass wir ihn in dieser Rolle nie wieder sehen werden.
Asia Argento legt eine sehr gute Performance ab, die anderen DarstellerInnen spielen keine Rolle.
Auch das Ende ist katastrophal (inszenziert), und man wünscht sich direkt neben Argento gesessen zu haben, um einen Antrag für ein Altenheim unterschreiben zu lassen. È finto, Dario.
FAZIT: Ich hätte mir von Argento mehr erwartet. "Hammer-Spuren" klingen durch, der Einsatz von 3D versemmelt Alles. Die Effekte sind teilweise ganz gut und meistens handgemacht. Leider peinlich handgemacht. Gewisse Szenen (Heuschrecke) sind einfach nur lächerlich. Spannung kommt niemals auf. Letztendlich ein recht lauer, langweiliger und dummer "Dracula". Nur die Atmosphäre verschafft ihm 3/10 Punkten.
Dario, geh in Rente und versuch dich bitte nicht an "Frankenstein".