Tschernobyl im Star Trek Universum
Ein Mond und damit die Hauptenergieversorgung des klingonischen Reiches wurde zerstört. Die Atmosphäre des Heimatplaneten ist schwer angegriffen. Die Not zwingt Kanzler Gorkon mit der Föderation endgültig Frieden zu schließen. Die Enterprise um Captain Kirk (William Shatner) soll das Schiff des Kanzlers zur Friedenskonferenz begleiten. Doch beim Treffen geschieht ein Zwischenfall. Das Schiff des Kanzlers wird beschossen von der Enterprise beschossen und der Kanzler getötet. Kirk und „Pille“ werden von den Klingonen verurteilt und auf einen Gefängnisplaneten verbannt. Nun müssen sie ihre Unschuld beweisen und den wahren Schuldigen finden. Aber die Zeit drängt.......
Da ist es nun: Das letzte Abenteuer der Enterprise (schnief). Zum letzten Mal ist die Rentnercrew um Kirk vereint um nach einem Tschernobyl ähnlichen Vorfall die Klingonen und die Föderation zu einen. Die Story ist für Star Trek Verhältnisse recht verzwickt und politisch angelegt. Lange rätselt der Zuschauer mit, wer alles hinter der Verschwörung steckt. Dem aufmerksamen Zuschauer wird dabei ein paar Indizien entdecken. Die Dialoge sind mit dem typischen Witz aller Star Trek Teile aufgepeppt. In der Schlussszene des Films wird so mancher Trekker eine Träne vergießen.....
Die Musik ist auf gewohnt hohem Star Trek Niveau .- referenzverdächtig und sehr stimmig. Das Theme sorgt für das gewisse Kribbeln. Größtenteils werden die gewohnten Töne der Star Trek Reihe genutzt. Die haben es nun mal in sich und sind altbewährt.
Yes, die Rentnergruppe rettet mal wieder das Universum. So ähnlich formuliert das Kirk am Ende auch ;-) Die Crew liebt man eh, also muss ich darüber glaube ich kaum ein Wort verlieren. Die Effekte wirken zwar im heutigen Augen etwas antiquiert, aber das genau das passt aus heutiger Sicht zur alten Enterprise Crew. Geboten werden einem auch hier die gewohnt spannenden Weltraumkämpfe, nur die „körperlichen Aktivitäten“ werden etwas zurück geschraubt. Im Grunde ist der Film ist wie ein Schinken, den man lange hängen lassen sollte. Ungewöhnlich fürs Star Trek Universum, dass hier mal am Föderationsglanzlack gekratzt wird. Diesmal haben auch dortige hochrangige Generäle Dreck am stecken. Zu den unvergesslichsten Szenen gehört bestimmt das Essen der Crew mit den Klingonen. Da ist fast „Kalte Krieg Satire“ pur. Das den Dickkopf Kirk auch hier wieder nichts wirklich aus der Fassung bringt und das er sich überall mit heiler Haut rausrücken kann ist natürlich klar. In diesem Teil wird dem Zuschauer aber auch ein wenig Denkarbeit abverlangt. Hätte man sicher ausbauen können, würde dann aber nicht zur leichten Star Trek Kost passen. Würdiger Abgang für die alte Crew.
Über die Enterprise Crew brauch man eigentlich kein Wort verlieren. Wie gewohnt wurden die bekannten Schauspieler gecastet, denen ihre Rolle inzwischen wie auf den Leib geschrieben ist. Nur das jeder von ihnen inzwischen ein paar Fältchen hat ;-)
Bei den Klingonen gefiel mir besonders Christopher Plummer als General Chang. Dank seiner Augenklappe und Glatze verkörpert er einen ganz besonders fiesen und kriegerischen Klingonen.
Fazit:
Das letzte Abenteuer der alten Crew bietet eine nette Anspielung auf Tschernobyl und gewohnt gute Unterhaltung. Trekker werden sich den letzten Teil mit einem lachenden und einem weinenden Auge ansehen. Auch wenn der Film kein Knaller ist, bewegt der sich auf dem gewohnt hohem Niveau der Serie.