Review

VORSICHT SPOILER! Alles beginnt damit das die NASA einen erdähnlichen Planeten entdeckt und daraufhin ein Signal ins Weltall schickt! Nach kurzem Anfangs Credits beginnt nun der eigentliche Film damit, dass uns gezeigt wird wie ein trinkender, langweiliger Kerl (wir kennen ihn aus "John Carter"!) nach anfänglichen Schwierigkeiten und Ärger mit der Polizei durch Hilfe seines Bruders in die NAVY kommt! Wie so oft in Filmen, vorallem in patriotischen, heldenhaften Streifen aus Hollywood wird das ganze hier nicht weiter hinterfragt und auch auf die Frage wie man so schnell zum General der US Navy aufsteigen kann wird hier nicht weiter eingegangen! Stattdessen sind alle Charaktere heiss darauf für ein internationales Seemanöver in See zu stechen! Es gibt noch einige Nebenhandlungen, wie z.B. die Beziehung unseres Hauptdarstellers zu der Tochter des Admirals oder der schwarze, beinlose Prothesenträger die aber nicht weiter von Bedeutung sind und auf die ich auch nicht weiter eingehen möchte. Voller Stolz wird uns nun die gesamte Flotte präsentiert, türkisfarbenes Meer, strahlend blauer Himmel! Es sieht aus wie ein Werbefilm für die Marine, fehlt eigentlich nur noch "In the Navy" von den Village People, aber stattdessen schwirren uns Klänge von AC/DC um die Ohren! Aber es hält nicht lange an, denn wie es der Zufall so wollte kommen ausgerechnet jetzt die Ausserirdischen vom Planeten ??? auf die Erde und dann natürlich auch noch da auf der großen, weiten Welt wo gerade das Seemanöver geschieht! Ein perfektes Szenario um Schiffe versenken zu spielen! Nur warum ausgerechnet Ausserirdische? Na erstens weil ja am Anfang des Filmes nicht umsonst ein Signal ins Weltall geschickt wurde und zweitens wollte Hollywood auf politische Implikationen verzichten und schickt stattdessen Aliens in den Kampf gegen die amerikanische Übermacht! Natürlich dauert es nun nicht lange und es beginnt die erste Schiesserei mit dem Feind, welche natürlich auf ein Missverständnis beruht, denn von da an werden die Aliens nur noch "DIE SCHWEINE" genannt! Also: FEUER FREI!!!! Die amerikanischen Zerstörer gegen Raumkreuzer aus dem All! Und Rihanna (hier in ihrer ersten Filmrolle) macht die Raketen scharf! Cruise Missiles, Torpedos, leichte und schwere Kaliber werden abgefeuert. Und einen Plan? Den gibt es nicht, den braucht man ja auch nicht! Wozu auch! Stattdessen feuern wir weiter drauf los und warten mal was noch so passiert! Nachdem die Amerikaner irgendwann bemerkt haben das sie neben Schiffen auch noch über Kampfjets verfügen und danach eigentlich nur noch das Mutterschiff der Aliens übrig ist muss natürlich noch ein toller Plot Point her und hier taugen dann noch die Veteranen von Pearl Harbor und das Museumsschiff USS Missouri zum großen Helden auf! Und das ganze Geschehen wird nun von angrifflsutigeren Klängen untermalt! Während Tante Missouri flott gemacht wird ertönt "Thunderstruck"! Und von da an verschiesst der Film nochmal salvenweise Schwulst und Pathos und das ganze bis hin zu großen Ordensverleihung! Nun denn! Spannungstechnisch betrachtet ist "Battleship" ein Rohrkrepierer. Null Überraschungen, Klischees satt. Ansehnlich sind immerhin die Tricks und das "Creature Design" der Außerirdischen. Abschliessenden Fazit: "TRANSFORMERS" meets "E.T" mit etwas "TOP GUN" und "HALO"! Und obwohl ich wusste auf was ich mich einlasse und mein Gehirn auf OFF stand hat mir der Streifen wirklich keinen Spaß gemacht!

Details
Ähnliche Filme