Review
von Ruegs
Nach einem schweren Autounfall erwacht David (Alex Brendemühl) schwer verletzt im Spital und erfährt dort vom Tod seiner Frau. Bei den Untersuchungen wird festgestellt, dass er Krebs in fortgeschrittenem Stadium hat und nur eine Knochenmarktransplantation von seinen Eltern sein Leben retten kann. Diese können und wollen ihm jedoch nicht helfen und hüllen sich in Schweigen über ein dunkles Kapitel der Vergangenheit. Verzweifelt macht sich David auf die Suche nach Antworten und seinen richtigen Eltern. - Parallel dazu beginnt ein anderer Handlungsstrang in den 30er Jahren und zeigt das Schicksal von mehreren Kinder die in einer Klinik in Einzelzellen eingesperrt wurden. Da diese kein Schmerzempfinden haben wurden an ihnen verschiedene Tests durchgeführt und zum Schutz vor anderen und sich selbst isoliert. Diese Geschehnissen verlaufen bis in die 60er Jahren und durchlaufen den spanischen Bürgerkrieg, wie auch den zweiten Weltkrieg. Berkano (Tómas Lemarquis) war dort die ganze Zeit eingesperrt und hatte kaum Kontakt mit der Menschheit. - Kurz vor dem erweiterten Selbstmord erfährt er von seinem Vater, dass dieser dort als Beichtvater gearbeitet hatte und zusammen mit Berkano Folterungen durchgeführt hat. Er sei das Kind von Berkano und einem jungen Mädchen. Er macht sich auf den Weg in diese Klinik und findet den gealterten Berkano tatsächlich irgendwo in den Katakomben. Seine Mutter ist bereits seit langem Tod und liegt einbalsamiert auf einem Altar. Nach dem wortlosen Aufeinandertreffen fängt Berkano Feuer und verbrannt gemeinsam mit seiner leiblichen Mutter.
Die Story ist zu überladen und greift aus meiner Sicht zu viele Themen auf. Entsprechend werden diese nur kurz aufgegriffen und verlaufen im Nichts. Dadurch gibt es auch viele Logikfehler und Ungereimtheiten und elementare Sachen bleiben unbeantwortet. Dies ist für den Zuschauer insgesamt recht unbefriedigend. Weshalb kam es zu Beginn überhaupt zu. Autounfall? Weshalb liess sich Berkano als Folterer einspannen? Weshalb wurde ihm das Mädchen „geschenkt"? Wie und weshalb wurde sein Vater zum Beichtvater? etc. Die Grundstimmung wäre ansonsten gut und auch die Darsteller spielen ihre Rollen glaubwürdig. Insgesamt ist der Film einfach zu überladen und unausgereift.
Note: 5 / 10