Vorwort:
Seth MacFarlane, der Schöpfer von „Family Guy", die Stimme von „Peter Griffin", macht einen Spielfilm über einen kiffenden, vulgären Teddybären. Da wird der Weihnachtswunsch vieler großer Jungs wahr. Und nichts ist stärker als der Weihnachtswunsch eines großen Jungen.
Inhalt:
Als John (Mark Wahlberg) noch ein kleiner Junge war, wünsche er sich am Weihnachtsabend, dass sein Teddy, Ted (Seth MacFarlane), sprechen kann um sein bester Freund zu werden. Und so kommt es auch. 27 Jahre später sind die beiden immer noch die dicksten Kumpels und wohnen, kiffen und feiern zusammen. Doch Johns Freundin will, dass er erwachsen wird. Sie stellt ihm ein Ultimatum: Ted oder Sie?
Kritik:
„Ted" ist wie eine Spielfilmversion von „Familie Guy". Es wird vulgär, laut, respektlos, rassistisch. Es wird gefurzt, gekifft, gesoffen, gef...liebe gemacht und nochmal gefurzt. Wer den Humor von „Family Guy" mag, der mag auch den von „Ted". Den auch „Ted§ steckt er voller Anspielungen auf die Popkultur. „Star Wars", „Knight Rider" und vor allem „Flash Gorden". Der Star des damaligen Trashfilms Sam J. Jones bekommt einige überlustige Gast-Auftritte.
Eingeführt wird die Geschichte von einem Erzähler aus dem Off der ähnlich lustig wie auch schon im „Family Guy - Blue Harvest"-Film einfach mal vom Thema abschweift. „Nichts auf der Welt ist mächtiger als der Weihnachtswunsch eines kleinen Jungen, außer natürlich ein Apache-Helikopter, denn der ist mit Raketen und mit einer Bordkanone bestückt - die perfekte Tötungsmaschine!" Ich hab mich schlappgelacht.
Es gibt noch weitere Parallelen zu MacFarlane‘s Erfolgsserie. Rückblicke, die Musik, einmal wird Peter Griffin sogar namentlich genannt, natürlich die Synchronstimme des Plüschbären und der in die Länge gezogene, absurde Zweikampf zwischen Ted und John in bester Peter-gegen-Hühnchen-Manier.
An Teds Seite spielen Mark Wahlberg, als erwachsener Kindskopf John und Mila Kunis, als John's Freundin. Mila Kunis darf hier nicht nur als Blickfang herhalten, sie ist nicht nur eine Augenweide sondern liefert auch einige saulustige Gags ab. Und der Mark ist eh spitze!
„Ted" ist einfach nur dermaßen witzig. Trocken Sprüche, keinerlei Respekt vor nichts und niemanden. Ich hab mich halbtot gelacht. Die aktuelle Promiwelt wird immer wieder durch den Dreck gezogen und einige „Sternchen" bekommen ihr Fett weg. Tyler Lautner sogar Wortwörtlich. Dann gibt es neben der Gastrolle von Flash „J.Johnes" Gorden noch weitere kurze Auftritte bekannter Gesichter wie Ryan Reynolds.
Wenn ich jetzt sage, dass ich „Ted" lediglich 8 von 10 Punkten gebe, denkt ihr sicher, weil er zu sehr „Family Guy" kopiert, aber im Gegenteil, der Teil der abweicht gefällt mir nicht. Die Story ist teilweise viel zu kitschig und typisch Hollywood-Bridgett Jones (sehr lustige Szene) -Einheitsbrei. Mir ist hier einfach zu viel Geschichte (obwohl hier eigentlich echt wenig vorhanden ist) und diese Geschichte nimmt dem Film einiges an Fahrt, sodass sich die letzten Filmminuten zu sehr um ein Hollywood-Ende bemühen. Dementsprechend lockert sich auch die Gag-Dichte.
Fazit:
Aber jetzt im Ernst...ich kann einem Film VON MacFarlane über ein Bärchen, MIT der Stimme von MacFarlane, der Kassiererinnen auf dem frischen Obst fi...ähm liebt und daher eine Beförderung bekommt, keine 8 Punkte geben. Der Streifen hat mehr zündende Gags als Ronaldinho Zahnfleisch. Daher ziehe ich für den Hollywood-Kitsch lediglich einen Punkt ab.
9 / 10 Pkt?