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Der Auftakt mit der Naturkatastrophe und den halb zerfallenen Gebäuden ist wie ein Godzillafilm ohne Godzilla. Das übernatürliche Psychodrama, das danach folgt, ist ein einziger konfuser Mist, selbstredend mit einem Quäntchen RINGU versetzt. Die altruistische Gutmenschen-Frau, die selber genug Probleme hat, trifft auf ein junges Schulmädchen, dessen multiple Persönlichkeitsspaltung weder glaubwürdig, noch interessant oder halbwegs beängstigend dargestellt wird. Zwar ist dieses gestörte Mädel ein Buch mit 7 Siegeln, es übt dabei jedoch mit seinen Macken nicht die geringste Faszination auf den Betrachter aus. Einmal blitzt ganz kurz ein Motiv aus DER HÖLLENTRIP auf, aber da kommt nicht viel bei rum - und selbst wenn sich was in der Richtung angebahnt hätte, wäre der fade ISOLA noch immer würdig, dem visionären US-Meisterwerk auch nur die Schnürsenkel zuzubinden.