Bekanntermaßen leiden manche Leute im Filmbereich an maßloser Selbstüberschätzung und spätestens mit vorliegendem Werk muss die Liste derer, die keine Filme drehen sollten mit den Brüdern Ed und Jose Quiroz erweitert werden. Ein überaus geringes Budget ist ja okay, doch wenn es für Aufnahmen im Innenbereich noch nicht einmal für Möbel langt...
Mike und Linda sind frisch nach San Francisco gezogen, da stirbt ihr Sohn in der Badewanne.
Doch es bleibt kaum Zeit für Trauer, da Mike merkwürdige Vorkommnisse im Haus wahrnimmt. Kurzerhand wendet sich das Paar an ein Medium, doch das Böse im Haus fühlt sich dadurch erst Recht herausgefordert...
Vielseher kennen das Problem hinlänglich, wenn die ersten fünf Minuten bereits ausreichen und man den Rotz eigentlich gleich wieder beenden möchte.
Beim Spukhaus handelt es sich von außen betrachtet um ein 08/15 Gebäude in einem Vorort von Irgendwo, bei dem die Räume weniger als karg ausgestattet sind. Die Mimen sind augenscheinlich Laien, welche die mexikanischen Brüder aus ihrem Freundeskreis rekrutierten, während der erste Effekt beim Ableben des Sohnes in Form grauer CGI-Nebelschwade weiteres Übel erahnen lässt.
Figurenzeichnungen kann man vergessen, die Synchro ist auch mal wieder unterste Schublade und so herrscht ein geschwätziges Treiben mit stümperhaft angelegten Dialogen vor, während man ungeduldig auf irgendwelche Geistereinlagen wartet.
Diese stellen sich auch tatsächlich ein, nur dass ein sich von selbst bewegender Stuhl, ein scheinbar unsichtbarer Druck auf einem Kopfkissen und rasch zuschlagende Türen schon 1954 niemanden mehr erschreckt haben.
Dazwischen tummeln sich zahlreiche unnötige Szenen, welche für die Handlung weniger als irrelevant sind: Jemand steigt in ein Auto, setzt kurz zurück und fährt schließlich weg (etwa 30 Sekunden). Mike wird von der Arbeit abgeholt (welchem Job der auch immer in seinem dunkelgrünen Strampelanzug für Riesenbabys nachgeht) und erneut eine halbe Minute für nichts. So könnte man das Feld noch weiter anführen, doch von Momenten, die auch nur ansatzweise Spannung bieten ist das alles meilenweit entfernt.
Selbst der Showdown bietet keinerlei Schauwerte, als es schließlich ein Priester mit einem simplen Exorzismus richten soll: Keine Effekte, keine Überraschungen und bei alledem reichte die Kohle offenbar nicht einmal für Salz, da der entsprechende Bannkreis beim Reinigungsritual allenfalls einem Radius von 15 Zentimetern entspricht.
Es ist alles dermaßen unprofessionell und uninspiriert angegangen worden, dass es selbst Trashfans schwer fallen dürfte, sich über den geballten Dilettantismus zu amüsieren.
Null Atmosphäre, null Horror und fast null Spuk, - das alles kann nicht mehr als fünf Euro gekostet haben...
2 von 10