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„Cube 2: Hypercube“ entstand wohl unter der altbekannten Prämisse „Mal schauen, ob man mit einer hinterhergeschobenen Fortsetzung eines Überraschungserfolgs noch ein paar Kröten abgreifen kann“. Es sollte die zweite Regiearbeit des ansonsten in erster Linie als Kameramann für Filme wie „Reservoir Dogs“ oder „American Psycho“ tätigen Polen Andrzej Sekula werden. Wie auch „Cube“ handelt es sich um eine kanadische Produktion, veröffentlicht wurde sie im Jahre 2002.

Leider sieht der Film eher aus wie eine TV-Produktion statt großem Kino und hat auch inhaltlich nicht viel zu bieten. Aus dem ersten Teil Bekanntes wie die Ausgangssituation, dass eine sich nicht untereinander kennende Menschengruppe unterschiedlichster Charaktere in einem gewaltigen Würfelkomplex erwacht, ohne Kenntnis darüber zu haben, wie sie dorthin gelangt ist, sowie sich anbahnende und später ausbrechende Konflikte zwischen den Charakteren wurden übernommen und viel Unsinn dazugesponnen. So handelt es sich beim Würfelkomplex nun um einen „vierdimensionalen Hypercube“, der Anlass für viel pseudophysikalisches Gequatsche gibt, anlässlich dessen vielleicht manch pickliger Sci-Fi-Nerd ein feuchtes Höschen bekommt, der Genrefilmliebhaber aber dankend abwinkt.

Das führt dann auch dazu, dass es keine ebenso kreativ-gewitzten Fallen mehr wie im Original gibt, sondern man mit Dimensionsverschiebungen und multiplen Erscheinungen der Charaktere Vorlieb nehmen muss. Das hat dann und wann durchaus seine Momente und sorgt sogar für einen wirklich netten Schockmoment, verspielt aber viel Sympathie durch seine uncharmanten Computereffekte.

Die Dialoge der Abziehbilder von Charakteren hingegen sind größtenteils zu vernachlässigen und bringen den Film mühsam auf Länge. Dafür versucht sich Teil 2 aber an einer Art Erklärung für die würfligen Umtriebe, die leider verdammt plump daherkommt und ebenfalls unbefriedigend ausfiel. Und da im gesamten Film kaum die Atmosphäre des Vorgängers erreicht wird, ja selbst die kargen Kulissen viel liebloser wirken, fällt das Fazit dieses lediglich leidlich unterhaltsamen „Cash-Ins“ wenn nicht gleich vernichtend, so doch eindeutig negativ aus. Einmal gucken und vergessen.

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