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Wie schön, ab und zu auch mal Filme sehen zu können, die im Vergleich zum Vorgänger nicht den Kürzeren ziehen müssen. Men in Black II ist wieder mal eine gelungene Mischung aus Action, Humor und Effekten, und trotzdem mit reichlich Originalität versehen.

Zur Story: Jay (Will Smith), der im ersten Teil von Kay (Tommy Lee Jones) zu den Men in Black rekrutiert wurde um Kay zu ersetzen, welcher sich zur Ruhe gesetzt hat, ist mittlerweile der beste Man der MIB Agency. Doch als ein ganz böses Alien in weiblicher Gestalt auf der Suche nach dem Licht von Zartha ist, muss Kay wieder hergeholt, da nur er weiss, wo sich dieses denn befindet. Da Kay aber im ersten Teil neuralisiert wurde, kann er sich daran nicht mehr erinnern. Dennoch gelingt es mit einem Deneuralisato, Kay Gedächtnis wieder herzustellen. Nur um festzustellen, dass er es auch nicht weiss. Er hat lediglich Hinweise bei sich, die zum Licht von Zartha führen. Währenddessen macht das Alien Zerleena die MIB Mitarbeiter in ihrem HQ ordentlich fertig.

Die Story befasst sich wieder damit, dass die Welt vor einer ausserirdischen Bedrohung gerettet werden muss. Aber das ist nicht schlimm, denn darum geht es ja schließlich bei MIB. Was jedoch auffällt, ist dass der zweite Teil stellenweise etwas alberner ist als der erste. Dafür bekommt gerade dadurch einige echt starke Brüllern serviert. Zum Beispiel, als Serleena Gehilfe Scrad einen Infarkt vortäuscht und sein zweiter Kopf anfängt ihn zu beatmen, lag ich fast vor Lachen am Boden.

Die Darsteller sind mal wieder gut gewählt. Will Smith ist mal wieder der coolste von allen. Und diese Coolness ist auch immer noch passend, obwohl sein Charakter in Teil zwei ja wesentlich erfahrener und strenger ist. Tommy Lee Jones rockt natülich wie sonst auch. Besonders, als Jay in bei seinem Job als Postleiter eines Kleinkaffs besuchen kommt. Die Mimik ist da einfach nur megaschräg und wieder für den ein oder anderen Lacher gut. Richtig überrascht war ich allerdings, als plötzlich Johnny Knoxville (Jackass rules) auf der Bildfläsche erscheint. Als Scrad mit dem kleinen Zweitkopf ist er einfach nur zum Schieflachen (siehe weiter oben erwähnte Szene). Der allerschrägste von allen ist aber, ohne Frage, Frank, der kleine Klopshund, der ja auch im ersten teil schonmal vorkam. Diesmal arbeitet er mit Kay und Jay zusammen und liefert wirklich die geilsten Brüller.

Als Sci-Fi Film dürfen hier aber natürlich auch die Effekte nicht fehlen. Im Vergleich zum ersten hat sich da schon einiges getan. Die meisten Computeranimierten Monster wirken nun um einiges echter, die Oberflächen sind feiner ausgearbetet und die Bewegungen flüssiger. Aber was erwartet man anderes nach 5 Jahren Warterei.

Und Musik gibts natürlich auch einiges. Will Smith hat wieder einen Song beigesteuert, der wie bei Teil 1 im Abspann läuft. Ansonsten hört man wieder die obligatorische Mischung aus gutem Score und fetziger Musik verschiedener Richtungen. Für viele was dabei.

Fazit: Sehr gute Fortsetzung, absolut gleichwertig mit Teil 1. Auf jedenfall Pflichtprogramm. MIB II ist Unterhaltung pur, zwar recht inhaltslos, aber das beste fürs Popcornkino.
8/10

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