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Loki, Gott von Lug und Trug, Halbbruder Thors, kehrt zurück und stiehlt den kosmischen Würfel, um die Menschheit zu versklaven. Um dieses Ziel zu erreichen verbündet er sich mit Außerirdischen, deren Armee nur darauf wartet, dass der Würfel ein Portal öffnet, durch das ihre Heerscharen die Erde überrennen können. Doch Col. Nick Fury und seine Eingreiftruppe der Rächer erwartet sie bereits.

Wie so oft muss sich auch hier ein Team unterschiedlicher Charaktere erst zusammenraufen, bevor sie letzten Endes zu der Bastion werden, die Welteneroberer zurückschlagen können, dabei schwimmt der Film, Joss Whedon hin oder her, sehr auf der Linie der inoffiziellen Vorgänger, und baut die Charaktere und ihre Vorgeschichte durchaus gekonnt in die Handlung ein, auch wenn manche wie Hawkeye dabei etwas zu kurz kommen, allerdings fokussiert der Film im Gegensatz zu X-Men nicht dermaßen stark, sodass es kaum auffällt.

Allerdings kann ich die Pressestimmen, die die Präsenz Lokis als erfrischend empfinden nicht nachvollziehen. Er hat in meinen Augen kaum eine, denn er ist kein Gott und kaum mehr als ein weiterer Superbösewicht, zudem lässt seine Ausstrahlung die Bedrohung vermissen, die er eigentlich bedeuten sollte, stattdessen wirkt er etwas ... weinerlich und nur zu menschlich. Auch Cap America bringt kaum Esprit rein und Tony Stark, was soll ich sagen, abgesehen von den Spezialeffekten fand ich die bislang drei Iron Man-Teile bereits sehr schwach. Apropos Spezialeffekte, man sollte sich hierbei nicht zu viel erwarten, man hat alles schon mal gesehen und der Hulk wirkt immer noch sehr künstlich. In meinen Augen stellt Mark Ruffalo alias Dr. Banner alias der Andere alias der Hulk nicht nur die interessanteste Rolle (wobei Thors Ernsthaftigkeit inmitten all dieser Oneliner-Helden durchaus erfrischend wirkt), sondern auch die einzige dar, die wirklich mitreisst, er hat gegen Ende einige echt gelungene Szenen - meines Erachtens nach sogar die einzig überzeugenden.

In der Tat sind die so gut, dass sie wenigstens für mich den nur zu glatt gebügelten und zu sehr an die Fanta 4 erinnernden (witzigerweise tauchen New York echte Superhelden wie die F4 und Spiderman nicht auf, ein Rechtsstreit machte dies zunichte - und weshalb zum Geier immer New York?) Film retten.

Würde dem Film 6,5 von 10 Punkten geben, besser als viele andere derartige Verfilmungen, jedoch schlechter als beispielsweise X-Men: Erste Entscheidung, der nicht nur Effekte, sondern auch Spannung und zumindest mehr Tiefgang bietet.

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