Als ich anno 2006 im Kino saß und der Abspann zu "Silent Hill" über die Leinwand flimmerte, wollte ich unbedingt eine Fortsetzung sehen. Sechs Jahre später wurde mir dieser Wunsch erfüllt. Doch mit Wünschen soll man ja vorsichtig sein.
Als bekanntgegeben wurde, dass der Regisseur der Gurke "Solomon Kane" das Sequel inszenieren sollte, wurde mir schon mulmig. Nach dem Kinobesuch war mir quasi kotzübel. Denn was hier im Schatten der erfolgreichen Videospielreihe an sinnbefreiter, spannungsloser und langweiliger Geschichte in den Kinosaal gerotzt wird, geht auf keinen Pyramidenkopf. Sean Bean nudelt lustlos seine Rolle runter, Adelaide Clemens und Kit Harington versuchen zu schauspielern und selbst Malcolm McDowell hat sich für eine kleine Rolle hergegeben. Hat er nicht verdient.
War Teil 1 noch ein audio-visuelles Erlebnis, welches mich als Fan der Spiele begeistern konnte, so verkommt "Revelation" zum 08/15 Teeniehorror, der seine Vorlage zu keinem Zeitpunkt auszunutzen weiß. Das Abgründige, Bedrohliche, Düstere fehlt, weicht einer auf Biegen und Brechen konstruierten Langweilernummer, die an ihrem eigenen Unvermögen erstickt.
Sucht man noch verzweifelt nach positiven Aspekten dieses Machwerks, findet man sie vereinzelt in der vom Vorgänger übernommenen Präsentation. Doch selbst diese will sich ob ihrer beiläufigen Nutzung nicht in ein homogenes Gesamtbild einfügen. Zu unzusammenhängend wird der löchrige Plot runtergerissen, zu abgenutzt sind die (Schock-)Effekte. Splattereinlagen gibt es einige, mehr oder weniger ansprechend. Ein paar zumindest rudimentär interessante Schauplätze verlaufen sich noch in dieses Werk; der Film hat kleine Lichtblicke, wenn er sich an seinem Vorgänger orientiert.
"Silent Hill: Revelation" ist eine überflüssige, seelenlose und langweilige Fortsetzung. Den Geist der Vorlage findet man hier nicht und eigentlich macht der Film alles falsch, was der Vorgänger richtig machte. Das hab ich so nicht bestellt.