Review

Disneyland liegt näher an Silent Hill als diese Beleidigung

Das Original "Silent Hill" ist eine der besseren Verfilmungen eines Playsi-Hits. Diese Fortsetzung ist das Gegenteil davon. Es gibt viele miese Gameverfilmungen, dieses Sequel ist eine der schlimmsten. Ein Film, den ich kaum als solchen beschreiben will, denn er wirkt eher wie ein Spiel. Nur leider noch nichtmal wie das, dessen Namen er trägt. Er verfehlt Sinn, Stimmung, Grusel der Vorlage komplett und regt jeden Fan der Geisterstadt maßlos auf. Fast alles was den Vorgänger auszeichnet, wirft dieses billige 3D-Gimmick über den Haufen. In Sachen Gore kommt man vielleicht auf seine Kosten, ein paar Szenen haben den Hauch von "Silent Hill", es ist schön alte Bekannte wie die gesichtlosen Krankenschwestern wiederzutreffen. Doch insgesamt geht diese Verstümmelung weit über eine Enttäuschung hinaus. Sie ist ein Ärgernis. 

Hier wird die gezeichnete Heather zurück nach Silent Hill geführt, wo nun ihr Vater von dunklen Mächten festgehalten wird... Mittendrin ein junger, völlig verschenkter John Snow. Mittendrin gähnende Langeweile. Mittendrin eine lächerliche Carrie-Ann Moss mit platinblonden Haaren und ohne Augenbrauen. Mittendrin viele Fragezeichen. Mittendrin üble Computereffekte. Mittendrin ein rosa Plüschhase?! WTF?! "Silent Hill - Revelation" hat keine Seele, keine Spannung, kein Können. Er wäre gerne eine Art "Hellraiser", stolpert jedoch über jeden Stacheldraht den er finden kann. Bäh. Stirb. Deswegen haben Videospielverfilmungen den schlimmsten Ruf. Hier völlig zurecht. Finger weg. Sonst Finger ab. 

Fazit: nicht nur für den Namen Silent Hill, nicht nur für den starken Vorgänger, nicht nur für alle Beteiligten, nicht nur für Videospielverfilmungen - "Silent Hill - Revelation" ist ein blutiges Debakel und reinste Lebenszeitverschwendung. Den will ich aus meinem Gedächtnis streichen... 6 Jahre nach dem fantastischen Original hätte man sich diesen lauwarmen Aufguss schenken können!

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