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Amerikas einst mächtigstes Schlachtschiff, die nunmehr museumsreife USS Iowa, kreuzt gerade vor der Küste des Fernen Ostens, als wie aus dem Nichts plötzlich fremde Schiffe auftauchen und Amerikas Marine auf den Grund des Ozeans bomben. Alles bis auf die USS Iowa. Deren Besatzung schickt sich nun an, die fremden Objekte mal näher zu betrachten.

Die Asylum Mockbuster schlagen mal wieder zu und bringen ihre eigene Version des erfolgreichen Battleship auf den Markt, nur wie gewohnt vom Budget drei bis vier Ligen weiter unten. Wenn zudem das ganze noch für den Syfy Channel produziert wurde und die Jungs auch ihre Finger im Drehbuch hatten, ist höchste Alarmstufe beim Zuschauer angesagt, zumal das Ding auch wenn es topaktuell ist, in jedem Ramschkarton für 1,99 Euro über den Ladentisch geht.
Immerhin konnte man mit Mario van Peebles und Carl Weathers zwei bekannte Namen gewonnen werden, deren Karriere aber in den letzten Jahren stark im Sinkflug begriffen waren. Gedreht wurde sogar auf einem richtigem Schiff, welches aber garantiert nie den Hafen verließ. Dazu gibts ein wenig footage sponsored von der US Marine und wenn das nicht mehr hilft greift Genosse Computer ein. Die eilig zusammengewerkelte CGI ist dabei mal wieder ziemlich peinlich ausgefallen. Es werden ständig (schlechte) Effekte recycelt, allein der Abschuß der fünf-Inch Kanonen inklusive dem Einschlag der Granaten ins Wasser bekommt man locker viermal zu sehen (ohne das es besser aussehen würde).
Die Story ist dabei gar nicht mal so uninteressant. Ein unbekanntes Stealth Überseeboot, das sich sogar unsichtbar machen kann wie ein klingonischer Bird of Prey, versenkt ein Haufen US- und Koreaschiffe. Verdächtigt werden logischerweise die potentiellen Feinde Nordkorea und China, die aber jegliche Beteiligung leugnen. Zurecht, wie sich später herausstellen soll, denn die potentiellen Verursacher eines dritten Weltkrieges kommen aus einer ganz anderen Ecke, mit dem Ziel das sich die Menschheit selbst auslöscht.
Von echter Spannung kann aber kaum die Rede sein. Wer sich die lächerlichen Aktionen der Navy Seals anschaut, die ins billige Styroporinnere der Schiffe eindringen und sich urkomisch schlechte Shootouts mit der Crew liefert, fühlt sich doch ein wenig an die Augsburger Puppenkiste erinnert fühlt. Dafür ist die Idee mit der selektiven EMP Bombe ganz nett. Mehr als ein leidlich interessanter Actioner springt aber wie gewohnt nicht bei raus. Besser wie die ganz üblen Vergleichs-Mockbuster a la Transmorphers ist er aber dann doch, auch wenn das kein großes Kunstück darstellt.
3/10

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