Schon der 2. chilenische Zombiefilm, den ich sehe!
Es fällt mir schwer ein hartes Urteil zu fällen, weil ich ein Herz dafür habe, wenn sich Länder an ein Filmthema heranwagen, bei denen ich nicht einmal wusste, dass sie Filme produzieren.
Geboten wird eine Story, die knapp die Größe eines Bierdeckels hat, doch dafür kriegt man für Low Budget-Verhältnisse einiges an unangenehmer Endzeit-Atmosphäre gezeigt. Die Gewalt ist grenzwertig für ein 16er-Rating. Der schmutzige Touch des Streifens kommt sehr real und unangenehm herüber. Einige Spezialeffekte sind leicht zu durchschauen, doch diese schmälern den Unterhaltungswert nicht. Hat man sich nach einer halben Stunde an die extremen Farbfilterspielchen, die einen enormen Beitrag zur Endzeitstimmung beitragen, gewöhnt, geht die Storyline schon langsam zu ende. Die Angriffe der Zombies/Infizierten packen. Interessant ist auch, dass es endlich mal im Zombiefilm-Subgenre einen Film gibt, in dem Kinder die Hauptrollen übernehmen,
Unterm Strich kann ich ARMAGEDDON OF THE LIVING DEAD allen empfehlen, die von der kunterbunten US-Mainstreammasse genug haben und es mal schlichter, düsterer und unangenehmer wollen. Natürlich hätte der billige "Krakeneffekt" am Ende nicht unbedingt sein müssen. Doch die einfach gehaltene Monsteranimation passt irgendwie auch wie die Faust auf's Auge.