Ich warne schon mal vorab vor eventuellen Spoilern. Ich glaube ich werde mich jetzt ganz schön unbeliebt bei allen Star Treks Fans machen, aber dieses dritte Kino-Abenteuer unserer heiß-geliebten Kirk-Crew ist meiner Meinung nach nochmal eine kleine Steigerung im Vergleich zum genialen zweiten Teil. Teil III fängt da an wo Teil II aufgehört hat. Die etwas beschädigte Enterprise macht sich auf dem Weg zurück, während David (Kirks Sohn) und Saavik (leider Gottes von einer neuen Schauspielerin gespielt) den neu erschaffenen Planet Genesis erforschen und dabei auf den neugeborenen Spock treffen. Allerdings auch auf ein paar Klingonen, die u.a. für eine dramatische Katastrophe sorgen. Warum gefällt mir also dieses dritte Abenteuer noch besser als das Zweite? Nun, ich finde hier passieren einfach noch spektakulärere Sachen und die Atmosphäre ist hier um einiges spannender als im Vorgänger. Überrascht hat mich zum Beispiel auch Christopher Lloyd in der Rolle des Klingonen-Anführers. Als ich im Titelbild gelesen habe, dass Christopher Lloyd mitspielt, habe ich mich auf eine kleine witzige Nebenrolle von ihm gefreut. Doch er spielt den Oberbösewicht, der wirklich für die heftigsten Momente in diesem Film sorgt, so schaurig, dass man ihn einfach nur hassen kann. Ich hätte Christopher Lloyd niemals zugetraut, dass er solch einen Fiesling verkörpern kann. Ebenfalls einer der absoluten Höhepunkte des Films war die Kapitulation der Enterprise. Diese Szene knisterte gerade zu vor Spannung und als "es" dann passierte, konnte ich einfach nur laut in die Hände klatschen und "Bravo Kirk" rufen. Die schockierenste aller Szenen ist er Tod eines Charakters, der schon im Vorgänger mit agiert hat. Eigentlich dachte ich, diese Tragödie um diesen Charakter nimmt ein ganz anderes Ende, umso erstaunter war ich als ich feststellte, dass die Macher den Tod dieser Figur knallhart durchgezogen haben. Besonders die Atmosphäre bei dieser Tötungsszene ist einfach unglaublich : Kalt, ohne Musik und einfach nur schockierend. Schließlich gibt es dann noch einen netten kleinen Kampf zwischen Christopher Lloyd und William Shatner (der mich hier doch tatsächlich als Schauspieler beeindrucken konnte) und am Ende ist man einfach nur noch glücklich mit anzusehen wie alles dann doch noch zufriedenstellend beendet wird. Auch wenn es nicht viele geben wird, die diesen Teil so vergöttern wie ich, so kann ich nur an alle sagen, die mit Star Trek bisher nichts anfangen konnten : Schaut euch diesen dritten Teil an, natürlich vorher den Zweiten nicht vergessen, und genießt einfach eine traumhafte, aber auch sehr traurige SciFi-Fahrt mit Kirk & Co.
Fazit : Zwei große Abschiede, ein menschlicher und ein materieller, machen diesen Star Trek Film irgendwie zu was Besonderem für mich. Bis jetzt mein Lieblings Star Trek Film, aber da kommen ja noch Einige, die es mit diesem Teil hier aufnehmen werden.
9,5/10