Wenn schlechte Filme viel Geld in die Kassen spülen, ist das im Nachhinein nicht immer ärgerlich. So geschehen bei „Star Trek – Der Film“, der teuer und höchst mäßig war, aber so viel einspielte, dass drei Jahre später die Fortsetzung „Der Zorn des Khan“ erschien und somit einer der besten „Star Trek“-Filme überhaupt.
Es ist eine wahre Wohltat, gegenüber Teil 1 endlich eine richtige Story vor sich zu haben, die dieses Mal den ersehnten Kampf Gut gegen Böse bietet und zudem richtig gut unterhält. Teil 2 steht ganz im Zeichen der Vergangenheit Kirks, denn er begegnet einer alten Liebschaft, seinem unehelichen Sohn, der erst einmal für sich gewonnen werden will, sowie dem Schurken Khan, den er einst in die Verbannung schickte und der nun mächtig sauer darüber ist.
Den Look der Crew hat man ebenfalls verändert, so sind die Raumanzüge jetzt rot und es sieht nicht mehr alles grau in grau aus, was endlich für die richtige Atmosphäre sorgt. Die Charaktere sind zudem interessanter und wirken bei weitem nicht so undurchsichtig und unsympathisch wie noch im Vorgänger. Kirks Einsatz für die Mannschaft ist aufopferungsvoll, über McCoys spitzzüngige Nörgeleien kann man mehr als nur einmal schmunzeln und Spock ist sowieso Kult, weshalb viele Fans seinen Abgang am Ende nicht wahrhaben wollten, doch dann kam ja noch der dritte Teil...
Nicht zuletzt dank James Horners heroischer, passender Musik kann man sagen, dass dieser zweite Teil dem ersten in so ziemlich allen Belangen überlegen ist und das für ein Viertel des Budgets. Kein effektüberladener Langweiler, sondern ein höchst unterhaltsames Raumspektakel, das nicht nur innerhalb der Reihe, sondern auch filmhistorisch gesehen längst ein Klassiker ist.