Review

Hatte mir sehr viel vom Film versprochen und wurde bitter enttäuscht. Keine Ahnung, warum der Streifen 77% auf Rottentomatoes und 7,1 auf imdb erhielt, für mich ist die Neuauflage
ein B-Film, für den man z.B. John Carpenter auseinandergenommen hätte.

Karl Urban passt zwar bestens und lässt im Gegensatz zu Stallone vorlagentreu auch den Helm auf, alles andere aber wirkt teilweise trashig, lahmarschig und unfreiwillig komisch wie Rammstein-Gesang.

Fürchterlich unfürchterlich ist vor allem der Schurke, auf den es in Comic-Adaptionen doch besonders ankommt. Durch ihren schon von anderen Rollen gewohnten grunddepressiven Gesichtsausdruck wirkt Lena Headey als Drug-Queen Ma-Ma ungefähr so gefährlich wie die japanische Zeichentrick-Heidi. Auch Dredds Sidekick Anderson ist ziemlich langweilig.

Wenn der Film laut Online-Wertungen wirklich so gut ist, dann frage ich mich, warum ihn im Kino so gut wie niemand sehen wollte (US-Box-Office $13 Mio. bei ca. $50 Mio. Kosten)? Am Fehlen vieler extrem brutaler Hinrichtungen kann es nicht gelegen haben, denn da verwöhnt einen Dredd wirklich bestens und das wird in 3D auch schön zelebriert.

Fazit: Neben Hulk und dem Punisher ist auch Judge Dredd offensichtlich eine Comic-Figur, der der Erfolg im Kino verwehrt bleibt.

Günstig gefilmte Dystopie mit Anleihen bei 'Equilibrium' und 'The Raid', aber keinesfalls der große Wurf, der er hätte sein können.

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