Als ich hörte, dass eine Neuverfilmung des Comic Judge Dredd geplant war, war ich zunächst skeptisch. Der erste Versuch mit Stallone war in die Hose gegangen, und das lag gar nicht zwingend an der Qualität dieser ersten Verfilmung sondern vielmehr an der Qualität der Vorlage. Ich habe jahrelang Comics gesammelt und habe Judge Dredd nie wirklich verstanden. Auch den generellen Versuch diesen „Schrott“ zu verfilmen, konnte ich nie nachvollziehen. Trotz meiner nicht vorhandenen Erwartungen wurde ich zum Kinobesuch genötigt. Und zu meiner Überraschung muss ich gestehen, dass ich sehr viel Spaß hatte. Der Film rockt. Tiefgründige Dialoge sucht man zwar vergebens aber das sollte einem bei einem Dredd Film auch vorher schon klar sein. Regisseur Pete Travis hat es tatsächlich geschafft, diesen doch recht lächerlichen Stoff knallhart zu verpacken. Karl Urban konnte in der Rolle des wortkargen Über-Polizisten auch nicht viel falsch machen. Besonders die grafische Inszenierung, die tollen Slow-Motions und das tadellos umgesetzte 3D machen diesen Film zu einem echten Kino Blockbuster nach meinem Geschmack. Auch Lena Headey, die einigen aus 300 und Game of Thrones ein Begriff sein sollte, macht ihre Rolle als Bösewichtin sehr gut. Ich kann diesen Film wirklich empfehlen. Hätte vorher nicht gedacht, das ich das mal sage!