Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 16.11.2012

"Dredd" hat ein bisschen das Problem, zum falschen Zeitpunkt zu kommen; schließlich ist gerade "The Raid" erschienen, der das Genre flächendeckend - obwohl selbst nur ein (wenn auch verdammt gut gemachter) Epigon - aufgeweckt hat. Dabei macht die Neuauflage erwartungsgemäß fast alles besser als die Starvehikel-Erstverfilmung mit Stallone, nur ist das auch keine Kunst.

Mit einer ganz speziellen Bildästhetik, die quasi eine engelhafte Schönheit verkörpert, die von Außen auf das Moloch Erde blickt und darüber trauert, ohne selbst dazu zu gehören, gewinnt der Film durchaus ein Alleinstellungsmerkmal, das er allenfalls durch den relativ straighten und fast banalen Plot wieder verliert - normalerweise passt ein simples Drehbuch zu so einem Film, angesichts der Bildkompositionen wären ein paar tiefergehende Elemente allerdings nicht so ganz fehl am Platz gewesen. Urban verharrt in der gleichen "Robocop plus Aggro"-Routine, die Stallone einst schon ausspielte, inklusive heruntergezogenen Mundwinkeln, diesmal allerdings ganz ohne heruntergezogenen Helm. Oneliner kommen sparsam, aber regelmäßig, der weibliche Sidekick spielt die bekannte Zwischen-Soft-und-Tough-Masche, Lena Headey setzt als moderne Hexenbitch an der Spitze der Gegnerseite durchaus Akzente, kommt aber aus Rollenklischees auch nicht ganz raus.

*weitere Informationen: siehe Profil

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