Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 05.01.2013

Dank eines unverbrauchten Settings gelingt im gewohnten Handkamerastil (aber ohne teilnehmenden Kameraträger) eine atmosphärische erste Filmhälfte, in der die nach Schema F konzipierten Figuren eine Umgebung durchstreifen, die wahrhaftig wie ausradiert wirkt, und man fragt sich, wieso nicht schon längst jemand auf die Idee gekommen ist, einen Horrorfilm über Chernobyl drehen. Die Antwort auf diese Frage gibt die zweite Filmhälfte, in der die Intensität der Umgebung dem Film zunehmend entgleitet. Platz wird gemacht für Atommutanten aus dem Standardbaukasten – ein bisschen „Wrong Turn“, ein bisschen „Hills Have Eyes“, das haut nun heute wirklich nicht mehr vom Hocker und die Module, mit denen sich das Drehbuch zur letzten Pointe hangelt, schädigen einen Film, der durchaus vielversprechend begonnen hatte.

*weitere Informationen: siehe Profil

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