Die zwei Ganoven Frankie (Scoot McNairy) und Russell (Ben Mendelsohn) sprengen auf Geheiß von Johnny Amato (Vincent Curatola) die mafiöse Pokerrunde von Markie Trattman (Ray Liotta), welchem die ganze Aktion untergeschoben werden soll. Da das aber nicht so klappt wie geplant, haben sie bald den Auftragskiller Jackie Cogan (Brad Pitt) am Hals.
Andrew Dominik, der mit "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" einige Jahre zuvor eine ähnliche Schlaftablette auf die Leinwand brachte, bleibt seinem Stil treu. Denn auch "Killing them softly" ist ein zähes Stück Film geworden, welches nicht so recht weiß, wo es denn hin will oder warum es überhaupt da ist.
Dabei ergeht sich die Geschichte, die man sich wohl irgendwo aus den nicht verwertbaren Resten eines Tarantino / Ritchie / Coen - Drehbuchworkshops zusammengebastelt hat, in endlosen und trotzdem nichtssagenden Dialogpassagen, die gefühlt alle fünf Wörter mit lautmalerischen Schimpfwörtern angereichert werden. Die Pubertierenden wird's vielleicht freuen. Und so wirkt selbst ein James Gandolfini als Killerkollege deplatziert und hilflos, ein Brad Pitt eindimensional und der Rest vom Cast wie vom Reißbrett gezogen. Denn den Charakteren und dem sich absolut nichts Neues trauenden Plot fehlt es einfach an Leben. Keine Figur weckte das Interesse, mehr über sie erfahren zu wollen - wer da wann warum ins Gras beißt ist einerlei. Und wir wollen auch nicht die super-coolen Zeitlupen vergessen.
Es scheint als wüsste einzig Greig Fraser etwas mit dem Ganzen anzufangen, bebildert er die Chose doch recht ansehnlich und liefert teilweise sogar richtig gute Einstellungen ab. Musikalisch bekommt man einen genretypischen Mix, immerhin auch mal Johnny Cash.
Fazit:
Trotz seiner nicht mal 100 Minuten Laufzeit ist "Killing me softly" ein zähes, aus gebrauchten Teilen zusammengezimmertes Stück Film, das weder Eigenständigkeit noch einen spannenden Plot oder ebensolche Figuren vorweisen kann. Immerhin ein paar hübsche Bilder, aber die gibt's anderswo auch.