Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 16.12.2012

Sacha Baron Cohen entlarvte das amerikanische Denken mit seinem dokumentarischen Stil in "Borat" retrospektiv betrachtet durchaus effektiv. Die Entscheidung, den "Diktator" nur noch teilweise dokumentarisch wirken zu lassen und vielmehr - auch gerade wegen der Rolle von Anna Faris - wie einen Spielfilm zu inszenieren, nimmt ihm leider einen Teil seines großen Potenzials, ein würdiger "Borat"-Nachfolger zu sein. Denn einzelne Sequenzen stehen den großen Momenten des Reporters aus Kasachstan in nichts nach. Die Anzahl der Tabus, die gebrochen werden, ist wieder bemerkenswert, allerdings ist der cineastische Unterbau nicht wirklich zuträglich; gerade, was die Liebesgeschichte angeht, kommen Assoziationen an Mainstream-Zugeständnisse auf, selbst wenn diese nur bedingt gemacht werden, da die Hollywood-Konventionen auch immer wieder gebrochen werden.

*weitere Informationen: siehe Profil

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