Was erhält man, wenn man versucht, „Top Gun“ und „Driven“ mit geringem finanziellen Aufwand nachzudrehen? Richtig: „Hypersonic“. Das grottige B-Movie-Spektakel vom Low-Budget-erprobten Regisseur Phillip J. Roth („New Alcatraz“) entwickelt keine eigenen Ideen und wirkt in jeder Hinsicht zweitklassig.
Zur Story: Flug-Ass Grant Irvine (B-Mime Antonio Sabato Jr.) wird, nachdem er einen verheerenden Flugunfall mit einen Haufen Toten verursachte, entlassen. 4 Jahre später, zu einer Art „Formel 1“-Rennen in der Luft um die gesamte Welt (!) erhält er die Chance zur Rehabilitation…
Nach der konventionellen, melodramatischen Exposition um 2 Kinder, die mit Flugzeugen spielen – was stark an „Pearl Harbour“ erinnert – sieht man in „Hypersonic“ dann, worum es die ganze Zeit geht: ein recht sinnfreies Flugzeug-Rennen verbunden mit ausgelutschter „Ungleiche Brüder“-Story. Schade nur, dass man die Effekte mit Trash-Filmchen wie „Spiders“ oder „Boa vs. Python“ vergleichen kann. Wenn man die schlecht animierten, bunten (!) Flugzeuge scheinbar bar jeder physikalischen Gesetzmäßigkeit am Himmel manövrieren sieht, kommt man nicht umher, sich das ein oder andere Grinsen zu verkneifen. Dass dieser effekthascherische Dilettantismus dann immer wieder regelrecht zelebriert wird, lässt darauf schließen, dass die Story minimal ist. Und genau das trifft auch zu: Zwischen all den unspannenden Flugduellen zwischen dem arroganten, blondierten Klischee-Deutschen und dem heldenhaften Klischee-Amerikaner, der ihm (ACHTUNG SPOILER:) am Ende wagemutig das Leben rettet und den Wettkampf schmeißt – es geht ja bloß um 25 Mio. Dollar Preisgeld; aber das ist ja Nichts gegenüber einem Menschenleben, schnief! – zeichnet sich auch in den überlangen Dünnschiss-Dialogen nur der Hauch einer Story ab. Trotz vieler idiotischer Fehler (riesige Cockpits; scheinbar lärmresistente Zuschauer auf LSD) wird der Gipfel der Dummheit erst am Ende erreicht: Beim hirnrissigen Extrem-Tiefflug durch Vladivostok, wo die Tricktechniker noch einmal zeigen konnten, wie wenig sie draufhaben. Dass mit Alex Jolig (als deutschen Blondie) ein ehemaliger Kandidat von „Big Brother“ hier mitspielt, ist symptomatisch für das niedrige Niveau des Films.
Fazit: „Hypersonic“ ist ein dilettantisch hingerotzter B-Streifen mit schlechten Darstellern und miesen Tricks. Eine Art „Driven“ meets „Top Gun“ für ganz Arme. Einzig Hardcore-Trashfans könnten nach ein paar Bier daran Gefallen finden.