Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 10.02.2013

Dass Animationsfilme nach Möglichkeit für Kinder und Erwachsene geeignet sein sollten, führt dieser Film in ein ganz neues Verständnis: Das Zielpublikum sind etwas größere Kinder, die an Halloween & Co. bereits ein wenig Spaß haben, aber Chris Butler und Sam Fell hauen hier nach Herzenslust Querverweise auf teilweise indizierte Splatterfilme rein, dass es einfach nur Freude macht. Optisch und thematisch ist ""ParaNorman"" ein Hochgenuss - Zombies werden auf nie dagewesene Art und Weise verniedlicht, die Klischees, die sie mit sich schleifen, werden ihnen als Stolperfallen vor die Füße gelegt und dann erfreut man sich gemeinschaftlich daran, wie die tölpelhaften Geschöpfe auf die Nase fallen. Knetanimation ist im Zweifelsfall sowieso immer die schönste Form der Animation, hier zahlt sich das aber ganz besonders aus, denn die Regisseure haben reinsten Spaß daran, mit Texturen und Konsistenzen zu spielen und verleihen ihrem Film genau das organische Feeling, das ein Film mit Zombies eben nun mal haben sollte. Dazu kommt ein absolut fantastisches Licht- und Farbenspiel mit giftgrünen Lichterwellen und tiefblauer Dunkelheit, edle Kamerafahrten und bildschirmfüllende Spezialeffekte.

Das Drehbuch fällt dabei etwas ab, gegen eine ""Coraline"" sieht es beispielsweise kein Land, denn dazu ist die Geschichte vom schrägen Jungen, der mit Geistern sprechen kann, zu gewöhnlich. Aber die herrlichen Anspielungen auf Zombie- und Geisterfilmklassiker und das wunderbare Gesamtdesign entschädigen dafür vollkommen.

*weitere Informationen: siehe Profil

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