kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 16.12.2012
Animationstechnisch natürlich ein weiterer Sprung nach vorne, insbesondere Meridas Haare sind wohl die schönsten, die jemals animiert wurden. Erzählerisch enttäuscht der Film allerdings sehr mit einer Geschichte, die den Esprit und die Originalität von Meisterwerken wie "Wall-E" oder "Ratatouille" vollständig vermissen lässt und die stattdessen einen penetranten Disney-Einfluss offenbart - Menschen in Tierkörpern, Mensch gegen Natur, Harmonie und Umwelt, Liebe zwischen Mutter und Tochter, Liebe innerhalb der Familie, Friede zwischen Völkern, wie oft hat Disney diese Allgemeinplätze nun schon abgegrast? "Cap und Capper", "Bärenbrüder", "Pocahontas" & Co. werden hier nicht etwa liebevoll zitiert, sondern schlichtweg neu aufgelegt. Der Einfluss Disneys tut Pixars Filmen gar nicht gut, denn am Ende ist "Merida" zwar herausragend animierter, ansonsten aber nur gefälliger Disney-Standard. Pixar findet man vielmehr im zugehörigen Kurzfilm, in dem der Mond mit viel Magie in der Luft geerntet wird.
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