Review

DAS war jetzt mal ein intensives Filmerlebnis ...
Noch bei der Hälfte des Films, wenn "die Jagd" ihren Höhepunkt erreicht, war der für mich sogar im 9-Punkte-Bereich, meine Sympathie klar beim Unschuldigen, die Antipathie gegen den (leicht zu hassenden) Kleinstadt-Mob gerichtet, alles nichts Neues, aber halt erzählt mit dieser nordisch kühlen Präzision und Unaufgeregtheit der dänischen Filmschule, sodass es mich wirklich ERGRIFFEN hat und vor allem ein Gedanke aufgekommen ist:
"DANKE für die Erinnerung, dass Filme auch mehr sein können als Glanz und Oberfläche und Krawumm, ohne bei mir auch nur annähernd in der Lage zu sein, mehr Gefühle zu erzeugen als ein Sich-Am-Kopf-Kratzen mit mittelschwerem Fingerdruck ..!"
Dann aber - ohne spoilern zu wollen - schwenkt das Ganze in recht konventionelle Bahnen um und hat mich am Ende nicht enttäuscht, aber doch überraschend unbefriedigt zurückgelassen. Für mich wäre ein konsequenteres Verfolgen der "Naturalismus"-Schiene stimmiger gewesen und das passt nicht wirklich zum letzten Filmdrittel, die eher einem Drama-Diktat folgt (auch wenn man mit der allerletzten Szene nochmals einen Schwenker macht..)

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