kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 04.04.2014
Am Ende wird es zwar ein bisschen zur Hexenjagd, andererseits führt „Die Jagd“ gerade durch das Ausufern der Ereignisse deutlich vor Augen, wie weit soziale Ausgrenzung führen kann. Das Drama wagt sich an ein sehr schwieriges Thema und meistert es mit nuancierter Vorgehensweise. Ausgangspunkt ist lediglich eine unbedachte Formulierung eines Kindes, die – anfangs noch mit Wohlwollen und lediglich aus Pflichtgefühl – weitergetragen wird, bis sie zu einem Eregnis hochstilisiert wird, das einen Unschuldigen zum Monster stigmatisiert. Der Film verzichtet auf Schwarzweißmalerei und zeigt lediglich von Angst getriebene Menschen, die in der jeweils anderen Partei eine akute Bedrohung erkennen und sich deswegen mitunter verhalten wie Tiere. Mikkelsen in der Hauptrolle ist wieder mal ein Pfund, seine Co-Stars stehen ihm nicht nach. Ein Film mit langem Nachhall.
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