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Monsterkostüme müssen nicht teuer sein, - das wissen Leute, die sich an Karneval etwa als Yeti oder Bigfoot verkleiden. Dass Regisseur Benjamin Cooper offenbar selbst dafür keine Kohle aufbrachte, spricht nicht gerade für die Qualität des Streifens, der noch nicht einmal als Hommage an Monsterfilme der Fünfziger durchgeht.

FX-Spezialist Martin hat erneut Ärger am Set und verliert seinen Job mit der Auflage einer Antiaggressionstherapie. Unter Hypnose gesetzt, macht er Furchtbares durch, was zunächst nicht erklärbar scheint. Als er jedoch in seinem Heimatort Baronville ankommt, um der Beisetzung seiner Mutter beizuwohnen, kommt es zu unerklärlichen Todesfällen…

Tatsächlich fühlt man sich ein wenig in die Achtziger der B-Movies zurückversetzt, was der Filmdreh deutlich untermauert als ein Tentakelarm aus Latex ins Spiel kommt. Es dauert auch nicht lange, bis Martins aggressives Hirngespinst auf den Plan tritt, welches sich kurz darauf das erste Opfer krallt. Leider ist die Kreatur weder unfreiwillig komisch, noch anderweitig Furcht einflössend ausgefallen.

Die Mischung aus Affe und tapsigen Vollidioten innerhalb eines Gummikostüms mit Fellbüscheln wirkt schlicht dilettantisch, so dass selbst eingefleischte Trashfreunde kaum auf ihre Kosten kommen dürften. Zwar sind die Morde halbwegs blutig in Szene gesetzt, so dass Gedärme heraushängen, ein Riss in einer Wange entsteht und ein Körper zerteilt wird, doch auch hier lässt die Qualität der Effekte arg zu wünschen übrig.

Derweil kommt die Story nicht so recht in Gang, zumal die Jekyll & Hyde Thematik nur äußerst oberflächlich gestreift wird. Die schnörkellose Handlung versucht erst gar nicht falsche Fährten zu legen, da man nach jeder Interaktion mit Martin sogleich das nächste Opfer kennt und sein Umfeld überdies sehr überschaubar bleibt.
Überraschungen gibt es zumindest keine und auch der Showdown weiß nur in kleinen Nuancen zu überzeugen, da das Biest immerhin noch einmal geballt zuschlägt.

Am Ende trifft der Titel leider nur auf den Inhalt des Streifens zu, der weder darstellerisch, noch handwerklich positiv hervorzuheben ist. Die Kostümierung ist schlichtweg billig, etwaigen Konfrontationen mangelt es deutlich an Drive und auch sonst nimmt sich der Stoff viel zu ernst, als dass er eine Deutung hinsichtlich einer Hommage zuließe.
Selbst für eingefleischte Monsterfilmfreunde eher eine Beleidigung denn ein kurzweiliges Vergnügen.
3 von 10

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