Hart ist es bei einem Streifen wie diesem, den richtigen Ton zu treffen und mit der Zukunft, die uns alle irgendwann ereilen wird, gerecht zu werden. Der Film ist ruhig. Sehr ruhig. Die Kamera hat keine große Arbeit. Meist steht sie einfach nur mitten im Raum. Das ist beklemmend. Konsequent. Es liegt also an den Schauspielern, Handlung und Emotionen zu tragen. Und das tun sie. Sie tragen den Titel des Films. Als Ehepaar vollkommen überzeugend und liebevoll. Später die Liebe des Ehemanns zu seiner Frau. Liebe. Eine Bindung, eine Macht, ein Band, das zusammenhält wie nichts anderes auf unserer Welt. Das hebt der Film hervor. Nichts weniger. Konsequent und teilweise schonungslos. Aber nicht unnötig grausam. Ist nicht mehr als die Wahrheit. Der letzte Akt von George apelliert an die Sterbehilfe. Das Gespräch mit der Pflegerin deutet ebenfalls eine starke Kritik an. Bedient werden wichtigste Themen. Berührend. Stark. Gefühlvoll. Keine Angst davor, zu zeigen, was man zeigen will und muss. Musik hat mir etwas gefehlt. Die Stille ist authentisch. Aber Musik untermalt wunderbar. Ich weiß nicht. Tagträume von George tolles stylistisch Mittel. Stark. George spielte etwas hölzern. Resigniert vielleicht. Irgendwie hätte ich stärkere Emotionen gebraucht. Vielleicht mal ein Tränchen....oder ein Gefühlsausbruch. Kann unterschiedlichst gedeutet werden. Thema des Films ist mutig. Wichtig. Nachdenken. Überdenken. Das Leben zu Schätzen wissen. Ein wichtiger Film. Ein wichtiges Thema. Fertig.