Wer die Beschreibung des Films liest, könnte als Genrefreund tatsächlich angetan sein. So erging es auch mir.
"Drei junge Verschwörungstheoretiker versuchen die Geheimnisse von Area 51 zu lüften, der streng geheimen Militärbasis, auf der es Begegnungen mit Außerirdischen gegeben haben soll. Was sie in dieser versteckten Einrichtung vorfinden, enthüllt schreckliche, unvorstellbare Geheimnisse."
Diese Gruppe aus Jugendlichen ist leider dermaßen langweilig, dumm und charismalos, wie ein Stein in der Wüste. Dumme Teenager-Sprüche und Handlungen sind an der Tagesordnung, was leider auch das dahinschleichen des Films nicht positiv unterstützt.
"Das ist Jelena!" (Klar, deutlich und verständlich gesprochen)
"Wie heißt Du?"
"Jelena!"
Hohlere Konversation, gibt es selten.
In diesem Bereich gibt es so wenig gute Filme und doch eigentlich soviel Potential und Möglichkeiten. Hier wird leider nichts davon angewendet oder versucht, sondern die Standart-Schiene gefahren mit allem was man aus vielen anderen Filmen schon kennt. Eine Innovation sucht man hier vergebens.
Wenn dann eine unerträglich langweilige Stunde verstrichen ist, gehts dann langsam mal los mit der "Area 51" und deren betreten, was jedoch extrem unglaubwürdig und langweilig inszeniert wurde.
Ich meine es gibt für eine hochgeheime Militäranlage so gut wie keine Wachen, großartige Sicherung ebenfalls nicht. So das eine Gruppe von Teenager-Deppen es ziemlich einfach schafft sich Zutritt zu verschaffen. Selbst innerhalb des Basis-Komplexes ist es "tot", kaum Wachen, keine Mitarbeiter, die Gruppe kann sich mehr oder weniger frei dort bewegen, was auch am sehr geringen Budget gelegen haben muss. Selbst der Zutritt zu Laboren mit streng geheimen Ufo- und Außerirdischen-Material ist mehr als leicht.
Eine direkte Alien-Sichtung ist nicht vorhanden, alles wird nur schemenhaft dargestellt und durch hektische Schnitte und Kameraführung fast unerkennbar dargestellt, meist spielt das Geschehen im Off und wird nur von Geräuschen begleitet. Die Darstellung der Außerirdischen als kleine, dürre graue Männchen ist auch sehr altbacken und überhaupt nicht zeitgemäß.
Also dafür das damit geworben wird das der Film vom Direktor von "Paranormal Activity" und dem Produzent von "The Purge", Oren Peli, ist, war das hier wohl eher ein Satz mit X. Qualitativ ist "Area 51" mit keinem der beiden auch nur annähernd zu vergleichen, was auch wieder einmal beweist das "Paranormal Activity" nur ein Glücksgriff war, quasi zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Bilder zu dem Film, wo man ein Alien sieht, auf das eine Frau eine Pistole richtet, kamen im ganzen Film nicht vor, geschweige denn das dass die Aliens auch nur annähernd so aussahen bzw. überhaupt gezeigt wurden. Das auch bei Filmen inzwischen Clickbait betrieben wird, ist irgendwie an mir vorbei gegangen.
"Area 51" ist ein Film, den man absolut nicht sehen muss, es sei denn vielleicht man hat jeden anderen Film auf dem Planeten schon gesehen. Gruselig ist da nur die Inszenierung.