Der ehemalige Priester Graham Hess (Mel Gibson), der nun ein Maisfarmer ist, entdeckt in seinem Feld ein Kornkreiszeichen. Die Hunde spielen verrückt, die Menschen benehmen sich sonderbar, einfach nichts scheint mehr zu stimmen. Und dann tauchen sie auf, die Lichter über den Städten...
Herrjeh, guter Anfang, gute Mitte und dann das...
Während anfangs die Charaktere ein wenig beleuchtet werden, und die Tochter von Hess durch ihre "komischen Gefühle" auffällt, die sich nach und nach bewahrheiten, ist die Stimmung lange Zeit über sehr spannend, die Atmosphäre extrem dicht und man erschreckt sich sogar über klingelnde Telefone.
Die Bedrohung erhält erst recht spät ein konkretes Gesicht, doch danach flacht der Film sehr ab. Man weiß, womit es die Charaktere zu tun haben und hat so Zeit, sich den Rest des Filmes aus einem etwas anderen Winkel zu betrachten. Dadurch fallen häufig Ungereimtheiten ins Auge, Handlungsstränge werden begonnen und nie beendet.
So ist die hellseherische Begabung der Tochter selbst für den ehemaligen Gottesmann nichts Ungewöhnliches. Die schauspielerische Leistung ist für mich solide, ohne außergewöhnlich zu sein. Vieles wird wahrscheinlich durch die teilweise grottige deutsche Synchro unnötig ins Negative gezogen. So sind vor allem die Dialoge zwischen der Polizistin und Graham Hess fürchterlich lieblos und einfach nur hingesprochen - ohne Emotion.
Lange Passagen des Filmes, besonders die wirklich spannenden müssen ohne Musik auskommen, was noch einmal die Atmosphäre verdichtet und den Film beinahe unerträglich spannend macht.
Wenn nur das Ende nicht wäre. Dieses zieht den Film wirklich ins Mittelmaß und zeigt auf, daß auch ein zugkräftiger Hauptdarsteller nicht immer für Qualität stehen muß - ebenso der vielgerühmte Regisseur.
Für mich war es kurzweilige Unterhaltung, die aber keiner weiteren Erwähnung gebührt; dasselbe schale Gefühl wie bei "Road to Perdition".