Review

"THE BLACK EYED BRUISER"

Ein seltsamer muskulöser Kahlkopf schluckt in schönster Natur irgendeine Brühe. Dem Ärmsten wird übel, er verwandelt/zersetzt sich und stürzt in den bereits tricktechnisch hervorragend bereitgestellten/animierten Wasserfall. So beginnt das auch von meiner Wenigkeit freudig erwartete "Ich erkläre euch Lieben jetzt mal, wie der Xenomorph endstand" Science Fiction Epos (oder vielleicht auch "nur" SF Möchtegern Märchen für die hirnlose Zuschauer Masse, welche alles kritiklos frisst?!) vom britischen Regie Altmeister Ridley Scott. Zweitausend und Irgendwas in den Siebziegern dieses Jahrhunderts entdeckt ein sympathisches Höhlenforscher Liebespaar eine vorzeitliche Zeichnung an der Höhlenwand. Da diese Wissenschaftler bereits des öfteren überall auf dem Planeten Erde (auf allen Kontinenten) solche Pünktchen (in anderen Höhlen) besichtigt haben, sind die Beiden der Meinung/des Glaubens (und das ist bei der Frau gaaanz wichtig anzumerken!), dass diese Pünktchen der Beweis dafür sind, dass der Mensch (und natürlich alles Andere was hier so rumkrabbelt) von (und jetzt kommts - ACHTUNG!) mysteriösen Konstrukteuren (und nicht von Allah, Buddah, Kali, Mohammed oder gar den lieben Gott) erschaffen wurde. Toll watt? So, dann mal ab ins nächste Raumschiff und immer den Pünktchen nach/ entgegen fliegen, da werden dann schon die "Konstrukteure" warten, um unseren Helden die Fragen, welche uns ja schon seit Blade Runner quälend auf der Zunge liegen, nämlich: Wer sind wir? Woher kommen wir?? Wohin gehen wir ??? zu beantworten. Anstatt der Regisseur dieses peinlichen Sreifens es nun mal ernsthaft auf die mystische pseudo Intellektuelle Weise versucht, macht der Herr lieber folgendes. Er benutzt ständig Versatzstücke aus dem Alien Universum (ist ja auch sehr viel einfacher/leichter, als mal etwas völlig neues zu erfinden). Beispiele? Okay, hier haste! Ein Android ist dabei. Michael Fassbender legt seine Rolle für meinen (selbstverständlich unwesentlichen) Geschmack zu schwul an. Ich will einfach keinen Flip Flops tragenden Robot mit'n blöden Dauergrinsen und ner Lawrence von Arabien Dauerneurose mit nem Basketball dribbelnd durch die Gänge stolzieren sehen. Fassbender, Note 5 bis 6, setzen. Gegen die Androiden Bishop, oder gar Ash haben Sie keine Chance. Das dieser Data Clon genau wie seine berühmten Vorgänger (ach nee, Nachfolger) zum Finale hin geköpft/entzweit wird, ist ja klar oder? Da verrate ich doch nichts schlimmes, oder? Nächstes Wiederkäuen gefällig? Bitteschön. Die Powerfrau. In Prometheus haben wir gar zwei dieser Damen. DIE LIEBE, gespielt von der Wikingerin Noomi R. Ne echt süße Frau, die mich 124 ermüdende Minuten daran gehindert hat (richtig) ein zu schlafen oder entnervt das Kino zu verlassen. Mit ihrer Darstellung der "Konstrukteurstheoretikerin" hat sich die Dame wohl für weitere US Großproduktionen interessant gemacht. Als Bi Punkerin hat Sie mir neulich nicht gefallen, hier schon. Ich gönne ihr also die zukünftigen Millionen Gagen vom ganzen Herzen. DIE BÖSE, verkörpert von der Südafrikanerin Charlize T. ne echte "Biatsch" ist die Blondine in Prometheus. Da ja auch Ripley im Ur Alien Anfangs eher ein Unsympath ist (wollte den Konterminierten John Hurt nicht an Board lassen etc.) und erst  ne Heldin wird als sie den Kater Jones rettet, ist Scotts Idee mit den beiden charakterlich unterschiedlichen Weibsbildern hier nicht uninteressant, ABER wieso eigentlich (mein, wie ich finde begründeter Einwand) müssen überhaupt Frauen mitspielen, oder den Hauptpart übernehmen? Da sind wir dann sehr schnell wieder bei meinem Klischee/Versatzstück Vorwurf, oder? Das geht immer so langweilig weiter und weiter. Hyperschlaf, finstere unheimliche Höhlen, pompöse Steinskulpturen. Alles wirkt irgendwie (zu) glatt und klinisch sauber. Nichts erinnert an das bedrückende Feeling des Trailers, vom Alien Original ganz zu schweigen. Scott inszeniert routiniert, aber erschreckend lieblos. In positiven Kritiken las ich den Begrif EPISCH, ich lach mich krank. Es passt nichts so richtig zusammen und es passiert auch zu lange nichts Aufregendes. Die Wissenschaftler verhalten sich spätestens beim Erkunden des Raumschiffs der "Konstrukteure", wie depperte Halbidioten. Ridley Scott und sein offensichtlich inkompetenter Autor scheren sich einen feuchten Schmutz um die Glaubhaftigkeit ihrer Klischee Verseuchten uninteressanten Akteure. Der Kapitän ist ein Quoten Negro (einer von der coolen witzigen Papihaften Sorte), ein am Hals und Gesicht zu tätowierter (der selbstverständlich ein böser Bub ist) Steinexperte (!!!!) oder ein Alibi Asiate sind auch mit von der Partie usw. usf. Mensch Ridley Du politisch mega Korrekter Du. Warum haste denn nicht mal eine völlig unbekannte Schwarze Lady mit Übergewicht und Pickeln im Face für die weibliche Hauptrolle gecastet? Das wär doch mal ne mutige Entscheidung. Wenn man im Jahr 2078 immer noch so verblödet ist sich zu tätowieren (nicht meckern Leute, ich bin's ja auch), dann lass doch die gesamte Prometheus Besatzung als homosexuelle Knorkatormäßig durchtätowierten dreckigen gemeingefährlichen Haufen auftreten. Aber nein, radikales Filme machen (inhaltliches wie optisches ist von mir gemeint) gefährdet ja das Einspielergebnis. Apropos Radikal. Der Film gewinnt mit einer absurden Abtreibungs Sequenz wenigstens ein Mal ruckartig an Geschwindigkeit. Das diese Szene sich aber nicht als Albtraum, sondern Realität erweist, lässt einen nur noch grinsend den Kopf schütteln. Trash auf teuersten Niveau wird dem geneigten Kinogänger hier geboten. Sonst bleibt alles ist wie gehabt, alles ist wie "nicht anders von mir befürchtet". Was mir auch nicht gefallen hat. Als das Team Raumanzüge überstreift, musste ich beim Design dieser Teile sofort an PLANET DER VAMPIRE denken. War zwar auf den ersten Blick witzig, aber ich hoffe Lamberto Bava hat als Erbe seines Vaters von den Prometheus Produzenten ein paar Dollar in sein italienisches Senioren Domizil überwiesen bekommen, da es sich hier eindeutig um Ideen Diebstahl handelt. Überhaupt scheint die Technik in Prometheus dem Fortschritt aller vier Alien Filme weit überlegen zu sein, obwohl die Geschichte dieses hier besprochenen Werkes weit vor diesen "Meilensteinen" spielt. Was mir auch nicht gefiel ist, dass Guy Pearce gar nicht mitgespielt hat, obwohl sein Name mich doch vom Plakat angrienste. Die Credits klärten mich dann auf. Sorry, mein Irrtum. Ridley Scott ist wohl ein großer Freund eines der besten Filme aller Zeiten, nämlich LITTLE BIG MAN. Da liegt es ja nah, Pearce den Dustin H. machen zu lassen und diesen zu einen (grob geschätzt) Einhundert und Fünfundzwanzigjährigen Greis maskenbildnerisch (oder gar computer animiert?) entstellen zu lassen. Ein persönliches Gary Oldman = Tip Toes Deja Vu ereilte mich. Was mir aber am allerwenigsten gefallen hat, ist die Tatsache, dass ich mir meine empfindliche Nase mit so ner beknackten großen häßlichen schwarzen Brille ramponiert habe. Während mir bei ANDY WARHOLS FRANKENSTEIN (es muß so Anfang der 80er im ehrwürdigen Ku-li im schon lange abgerissenen Berliner Ku-Damm Karree gewesen sein) wenigstens ab und an Udo Kiers Milz prachtvoll in 3 D Technik auf einem Speer aufgespiest direkt vor der vergnügten Fratze umher zappelnd präsentiert wurde, oder Baron Frankensteins Heckenschere auf der Jagd nach dem "perfekten Nasum" wirkungsvoll in mein Gesicht sties, so frage ich mich bereits den ganzen Tag, warum in Satans Namen Prometheus in 3 D für Zehn Teuro Fünfzig vorgeführt werden mußte? Völlig unlustig und sinnesleer. Der 3 D Effekt verpufft nicht nur, er ist halt da, so nebenbei als Zierde, ist also total unwichtig. Der gesamte Prometheus Witz funktioniert einfach nicht. Scott will mit seinen Geldgebern die (alten) Fans ködern. Dieses Vorhaben ist meiner Meinung nach misslungen. Die Macher möchten ein junges Puplikum anfixen. Auch dies misslingt, da (viel) zu wenig (Monster) Action oder sonstiger Spektakel Firlefans vorhanden ist. Das Ziel wurde also in allen "Pünktchen" völlig verfehlt. Hier ganz kurz nochmal zum Film Prometheus.

ACHTUNG !!! (evtl Spoiler)
Die Besatzung der Nostromo, ohh Entschuldigung, ich meinte die Besatzung der Prometheus tappt aus menschlicher Neugier (oder menschlicher Profitsucht/Wunsch nach Unsterblichket) in eine Falle, infiziert sich, schleppt einen außerirdischen Parasiten an Bord und wird fast bis zum letzten Besatzungsmitglied aufgerieben. Na wer da wohl überleben wird? Wer es sich denken kann, schreibt mir ne "Mehl" und bekommt n' Keks zur Belohnung.


Fazit:
Prometheus ist leider (weil ich mich seit Sichtung des ersten Teasers so sehr über die Tatsache das Scott ein Alien Prequel zu erschaffen gedenkt freute) ein total überflüssiger schlechter Big Budget Scherz eines alten Mannes geworden, der es einfach nicht mehr drauf hat. Prometheus ist schlecht und deutlich misslungen, aber nicht ärgerlich. Dafür ist der Film zu bedeutungslos. Scott kann von elitären Film Maniacs (also ich meine richtige "Fans", die von sich behaupten dürfen Ahnung zu haben!) ab sofort  unter Ulk abgehakt werden und darf sich bitte umgehend zu weiteren "ehemaligen Meistern" wie beispielsweise Argento oder Romero ins Altersheim gesellen/begeben. Lass es bitte in Zukunft Ridley, spiel lieber Senioren Bingo, ich bin untröstlich ....

Ein gut gemeinter Tip:
Guckt euch doch lieber das THE THING Prequel von neulich an. Dieser Film ist spannender, liebevoller und (das finde ich besonders wichtig!)  mit größten Respekt vor John Carpenters Original gestaltet worden. Und das Filmende, welches direkt an den Schnee Klassiker anbändelt, dieses Ende rockt, dass kann ich euch versprechen.

P.S.
Warum muß ein hyper schlauer "Konstrukteur" eigentlich Body Building betreiben und sich täglich den Schädel rasieren? Warum trägt er/es ne Badehose und zeigt sich nicht nackig?? Eitelkeit/Scham ???

P.P.S.
Da der versteinerte "Kanonen Pilot" (Space Jockey) aus Alien ja "DER" überlebende Konstrukteur aus Prometheus sein soll, frage ich mich ernsthaft, wie das sein kann. Da der Typ ja vom Xenomorph ....

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