Review

„Osama Bin Laden Must Die… Again!“ (Werbezeile)

Yoga-Lehrerin Dusty macht sich in Afghanistan auf die Suche nach ihrem verschollenen Bruder, der der festen Überzeugung war, dass Osama Bin Laden noch unter den Lebenden weilt. Der Tod Osamas ein Fake wie die Mondlandung oder 9/11? Nicht ganz: Die Taliban scheinen das Geheimnis des ewigen Lebens gelüftet zu haben, weswegen in der Wüste Afghanistans vermehrt untote al-Qaida-Soldaten herum laufen. Zusammen mit einer Gruppe US-Marines begibt sich Dusty auf die Fährte des Anführers der aus den Gräbern zurückgekehrten Turbanträger: dem Bin-Laden-Zombie…

Hätte ein Film um einen zombifizierten Terroristenführer doch wahrscheinlich in der Tat Stoff für einen ulkigen Trashstreifen, eine wahnwitzige Komödie oder gar eine illustere Kriegsfilm-Parodie geliefert, begegnet uns mit OSOMBIE nur folgendes: Langeweile, Unvermögen und Dummbatzigkeit. Natürlich ist der Film Trash, allerdings Trash von der unlustigen Art ohne nennenswerten Unterhaltungswert. US-Marines stapfen durch die Wüste Nevadas… äh, Afghanistans, ballern auf bärtige Teppichknüpfer-Zombies, eine Soldatin zieht sogar mit Samuraischwert in die Schlacht, dabei spritzt ein bisschen CGI-Blut, ansonsten wird aber kaum Action geboten. Teilweise könnte man dem Film rassistische Tendenzen vorwerfen. Was viel schwerer wiegt ist jedoch, dass er zu wenig Ironie bietet und sich viel zu ernst nimmt. Von Sarkasmus oder Humor keine Spur. Staubtrocken wie Wüstensand. Der Osama-Bin-Laden-Zombie ist zudem nur kurz am Anfang und dann erst wieder im Finale zu sehen, spielt also keine sonderlich große Rolle in dem gähnend langweiligen Mittelteil. Einziger Pluspunkt ist, dass für eine derart billige Low-Fi-Produktion das Zombie-Make-Up richtig professionell aussieht.

Fazit:
Billig, langweilig, dumm. Für einen Zombiefilm zu unbrutal, für einen ordentlichen Trashfilm leider viel zu unwitzig. Dann doch lieber NAZIS AT THE CENTER OF THE EARTH.

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