Al-Quaida, bin Laden, 9/11, - die US-Amerikaner haben noch ganz schön an der Trauma-Bewältigung zu knacken. Doch anstatt zig Milliarden in Afghanistan-Einsätze zu pumpen, sollten sie ihr Geld besser in halbwegs taugliche Horrorfilme investieren, denn die unsäglichen Effekte leiden in diesem Fall besonders.
Wie sollte es anders sein: Osama bin Laden zieht sich kurz vor der Erschießung eine Droge rein, landet im arabischen Meer und kehrt als Zombie zurück. Zeitgleich wandeln bereits mehrere Untote durch die Wüste, wo eine Spezialeinheit aufzuräumen versucht. Bis die Truppe auf Dusty stößt, welche wiederum ihren Bruder Derek sucht, der fest davon überzeugt ist, dass bin Laden noch lebt…
Die Grundidee ist gewiss passabel, denn per se ist es ein guter Ansatz, den Terror ein wenig zu entkräften, indem man ihn der Lächerlichkeit preisgibt, vor allem, wenn es sich um Einzelpersonen handelt. Problematisch wird es allerdings, wenn von vornherein die Entschlossenheit und der Mut fehlen, aus der Geschichte eine Groteske zu basteln und stattdessen eine Soldatengeschichte mit jeder Menge Pathos zu präsentieren.
Auch wenn die Eliteeinheit nach und nach ein wenig dezimiert wird, - da wird nahezu pausenlos herumgeballert und auf alles geschossen, was nicht amerikanischer Herkunft ist.
Ein überzogenes Splatterfest wäre diesbezüglich auch noch okay, wenn denn die CGI auch nur ansatzweise wie Wunden oder tödliche Einschüsse aussehen würden. Vielmehr wirken einige Verletzungen wie roter Staub, an anderer Stelle spritzt wahllos Blut durch die Gegend und vor die Kamera, während im Sand natürlich zu keiner Zeit Blutspuren zu entdecken sind.
Doch damit nicht genug, denn die triefenden Dialoge mit anmaßenden 9/11-Anekdoten und heroischem Geplänkel liegen oft jenseits der Schmerzgrenze, zumal niemand der Darsteller überzeugen kann. Ärgerlicher ist jedoch der eindimensionale Ablauf des uninspirierten Treibens, zumal bin Laden lediglich zu Beginn und gegen Ende auftaucht und überdies nicht sonderlich treffend besetzt ist. Warum eine Soldatin ständig mit dem Katana herumfuchtelt, erschließt sich genauso wenig, warum einer ihrer Kollegen stets mit freiem Oberkörper ins Gefecht zieht.
Suspense kommt allenfalls auf, als man auf Tretminen stößt, eine Höhle betritt oder einen Alptraum einbindet, denn die Angriffe der Zombies, welche immerhin überwiegend ordentlich geschminkt sind, werden im Verlauf immer vorhersehbarer.
Demgegenüber verlaufen die Bemühungen um kleine Auflockerungen im Wüstensand, bis auf einen Glassplitter im Bein kann sich nicht eine Gewaltszene sehen lassen und auch die Gegend in Utah ist nicht sonderlich erinnerungswürdig eingefangen.
Am Ende steht lediglich eine einladende Prämisse, die jedoch dafür missbraucht wird, eine einseitige Abschlachtung mit Turban-Zombies zu veranstalten. Das sparsame Treiben entpuppt sich als nicht partytaugliches Machwerk ohne Nährwert und dürfte auch oder besonders bei Trashfans einen schweren Stand haben.
3 von 10