HIT AND RUN präsentiert sich als ein launiges Stück Film irgendwie in einer sehr nebulösen Schnittmenge zwischen Actionkomödie, Drama und Roadmovie. Primär will man aber den schrägen Witz pflegen, aber es fehlt leider an durchschlagender Unterhaltung. In Teilen erleben wir eine lockere Story, aber hier und da kämpft man sich durch eine gewisse Zähigkeit und das recht lahme Drehbuch verhindert nachhaltige Höheflüge. Daran kann auch ein souveräner Auftritt von Bradley Cooper mit lustiger Rasta-Frisur nicht wirklich etwas ändern. Auch sind wirkliche Lacher im Film erst zur Hälfte der Laufzeit vorhanden was auch etwas zu spät ist.
Die Geschichte selbst ist eigentlich recht interessant ausgelegt. Wann wird schon einmal ein ehemaliger Fluchtwagenfahrer namens Charlie (Dax Shepard) von seinen ehemaligen Gangsterkollegen quer durch das amerikanische Hinterland gejagt? Boss der Crew ist übrigens Bradley Cooper. Charlie muss sich aber auch noch mit einem bescheuerten US-Sheriff herumschlagen. Zum Glück ist er ein guter Fahrer. Dieses setup erinnert schon an einige Klassiker und mag auch von EIN AUSGEKOCHTES SCHLITZOHR inspiriert sein, ist aber meilenweit von diesem in Bezug auf dramaturgische Dichte, gute Schauspieler und Humor entfernt.
Bradley Cooper nehme ich davon mal aus. Man merkt ihm regelrecht den Spaß an mal nicht den coolen Typen oder eine HANGOVER Rolle innezuhaben. Positiv sind auf jeden Fall zu merken die coolen Autos und die dazugehörigen Stunts. Die Fahrzeuge gehören übrigens Dax Shepard der Charlie Bronson spielt und auch mit Regie geführt hat. Die 2 Mio. Dollar Budget wurden nicht schlecht eingesetzt. Shepard hat sich richtig persönlich für HIT AND RUN eingesetzt auch persönliche Freunde im Film engagiert. Dazu gehört auch seine echte Freundin Kristen Bell die diese Rolle auch im Film hat. Insgesamt also eine nicht schlechte Unterhaltung, jedoch weit von einem Klassikerstatus entfernt.
4,5/10 Punkten