Die Studentin Amanda (Katie Cassidy) hat sich von ihrem Freund getrennt nachdem ihre Mitbewohnerin unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Als der Ex sie wieder mal bedrängt, kommt ihr die neue Mitmieterin Hailey (Tracy Spiridakos) zur Hilfe und erschlägt ihn. Doch nun verlangt Hailey als Gegenleistung den Mord an ihrem Vater...
Der zweite Spielfilm des Kanadiers Michaels Greenspan nach "Wrecked - Ohne jede Erinnerung" (2010) beginnt ziemlich zäh, gönnt sich dann aber ab der Filmmitte einige überraschende Wendungen und gewinnt dabei immer mehr an Fahrt. Der Thriller erinnert anfangs an Petty Jenkins' "Monster" (2003), später dann immer mehr an Alfred Hitchcocks "Der Fremde im Zug" (1951), freilich ohne die Klasse der Vorbilder zu erreichen. "Kill for Me" bewegt sich trotz geringen Budgets auf solidem TV-Niveau, wobei nicht jede Kameraeinstellung überzeugen kann, ganz im Gegenteil zu den engagierten Darstellern: Katie Cassidy ("A Nightmare on Elm Street" 2010) und Tracy Spiridakos (kleine Rolle in "Planet der Affen - Prevolution" 2011), nur zu Beginn ein Liebespaar, und auch Donal Logue ("Keine Gnade für Dad" TV 2001-05, "Ghost Rider" 2007) als vermeintlich gewalttätiger Vater einer schizophrenen Tochter. Oder doch nicht?
Eigentlich nichts Neues, aber für Thriller-Freunde einen Blick wert. (6/10)