kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 02.06.2013
Eine bewusst inkonsequent geführte First-Person-Kamera, die sich immer wieder aus dem Blickfeld des Psychopathen zu befreien versucht, bestimmt die am Kunstkino ausgerichtete Ästhetik von "Maniac", der aber weder inhaltlich noch visuell unbedingt den Anspruch rechtfertigt, der hinter der konsequenten Darstellung verborgen liegt. Ein Film wie "Amer" war audiovisuell nochmals ungleich beeindruckender, wenngleich ähnlich blenderisch, was das Inhaltliche anging. Dennoch überzeugt vor allem die neonfarbene, fahle Beleuchtung der nächtlichen Straßen, und Elijah Wood löst sich einmal mehr erfolgreich von seinem Image als Little Mr. Sunshine mit Cape, Lockenpracht und Pelzfüßen. Leicht überbewertet, dennoch sehenswert.
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