Achtung, die Killerkinder kommen! Und zwar gleich im Dreierpack.
Debbie, Steven und Curtis sind alle am selben Tag, während einer totalen Sonnenfinsternis, geboren. Durch eine ungünstige Sternenkonstellation können sie keinerlei Emotionen oder Gefühle empfinden, was nicht ohne Folgen bleibt. Kurz vor dem 10. Geburtstag der Kinder beginnt in ihrer Heimatstadt Meadowvale, Kalifornien, eine grauenvolle Mordserie. Natürlich hat niemand die Kinder in Verdacht. Nur Joyce, eine junge Astrologin, kommt ihnen auf die Spur. Nur knapp überlebt sie einige Mordanschläge. Da stellt das Trio ihr und ihrem Bruder Timmy eine scheinbar tödliche Falle.
So, das ist die Geschichte dieses Thrillers, die den einen oder anderen vielleicht ein wenig an „Das Dorf der Verdammten“ erinnert. Auch mir erging es so. Allerdings unterscheiden sich die beiden Filme schon voneinander. Während die Kinder aus „Das Dorf der Verdammten“ übersinnliche Fähigkeiten besitzen und alle ziemlich ähnlich aussehen, so sind es hier drei verschiedene und ganz normale Kinder, abgesehen von der Tatsache, dass sie eben keinerlei Gefühle haben. Auf jeden Fall fand ich diese Idee mit den mörderischen Kids ganz innovativ. Hat man ja auch nicht alle Tage. Wer hier nun viel Blut erwartet, der sei gewarnt: davon gibt es in diesem Film so gut wie keines zu sehen.
Gut gefallen hat mir auch die Musik, die sehr zur Spannungserzeugung beiträgt. Und auch Freunde nackter Haut kommen auf ihre Kosten. Zu erwähnen wäre hier vor allem die Szene, in der Debbie ein paar Cent von ihren Freunden kassiert, damit sie ihrer großen Schwester Beverly beim Ausziehen zuschauen dürfen – durch ein Loch im Kleiderschrank. Lustig, oder? Und einige Sexszenen gibt es auch noch zu bewundern, wie es sich für so einen Film gehört.
Die schauspielerischen Leistungen der mir unbekannten Darsteller gehen insgesamt auch in Ordnung. Besonders hervorzuheben wären hier natürlich die Kinder, die für ihr Alter eine tolle Performance zum Besten geben. Besonders Debbie weiß als Satansbraten mit Engelsgesicht zu überzeugen.
Übrigens: wer bei der Beerdigung des Sheriffs genau aufpasst, der kann für einige Sekunden den späteren „American Fighter“ Michael Dudikoff (damals noch blond) in jungen Jahren sehen. Wer hätte das gedacht? Und auch Joe Penny, der Star aus „Trio mir vier Fäusten“ hat einen Mini-Auftritt. Er darf sogar ein paar Sätze sprechen.
Was die BpjM allerdings dazu bewogen hat, den Streifen auf den Index zu setzen, bleibt, wie so oft, ein Rätsel. Aber darüber wundere ich mich im Zensurland Deutschland mittlerweile auch nicht mehr.
Fazit:
Ordentlich gemachter Thriller mit drei gut agierenden Kinderstars. Anschauen lohnt!