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Ein japanischer (wenn auch gemäßigter) Girlie-Splatter inszeniert von einem US-amerikanischen Regisseur? Das tut aber nicht viel zur Sache, denn SCHOOLGIRL APOCALYPSE ist trotzdem durch und durch japanisch-bizarr. Allerdings schlägt er viel ruhigere Töne an als die meisten seiner Artgenossen, ist nicht annähernd so grell und eher ernst denn verspielt. Umso seltsamer sind dann die eingestreuten Zeichentrick- (und ich nenne sie bewusst nicht Anime-) Episoden bei Visionen. Aber mit dem eingeschüchterten Schulmädchen gehen wir auf unheimliche Erkundungstour durch eine morbide Welt. Sowohl die mysteriöse Seuche als auch die gewaltbereiten, infizierten Männer werden ausgesprochen beängstigend dargestellt und die Stimmung ähnelt entfernt 28 DAYS LATER und CARRIERS. Und ganz klassisch wie bei George Romero machen sich die normalen Menschen zusätzlich das Leben gegenseitig schwer.