Review

Da man sich noch nicht die Mühe gemacht hat, für diesen Heuler eine Kritik zu schreiben werde ich das jetzt nun tun.
Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll, ehrlich:

Auf jeden Fall einer der Filme die von den Dialogen, der Ausstattung etc. her so schlecht sind, daß sie eben schon wieder in Wirklichkeit so richtig gut daherkommen. Also beginnen wir mal mit den Locations. Es soll wohl in Wisconsin gedreht worden sein, dieses brillante Spektakel um eine Riesenspinne. Nun gut, daß lassen wir grad nochmal durchgehen, zumal ich ehrlich zugegebenermaßen noch nie in den USA war und somit auch absolut nicht beurteilen kann wie die Landschaft dort so aussieht.Soweit die positiven Punkte des Films. Kümmern wir uns weiterhin um die genial wirkenden Akteure bzw., ach neh ich sag lieber doch nicht Schauspieler, denn irgendwie sieht es so aus als ob alle Leutchen die durch dieses Spektakel so kreuchen und fleuchen entweder am Vortag einen gesoffen hätten oder
aber der Regisseur kein Drehbuch gehabt hat. Aber egal wie bescheuert und hirnverbrannt die Szenen noch aneinandergeschustert wirken, die Dialoge der Akteure und die banal lächerlichen Spinnen gleichen ALLES wieder aus. Kommen wir nun also zum lustigen Teil:
Alles beginnt mit irgendwelchen kosmischen Strahlen, die aus dem Weltall kommen. Diese treffen in einem US-Streifen wie diesem natürlich wie sollte es auch anders sein auf die USA. Merkwürdige Veränderungen gehen alsbald nun so vor sich. Man fragt sich wirklich: War z.B. Sheriff des kleinen Nestes in dem der Film spielt eigentlich schon immer so doof oder hat er wie oben schon angedeutet doch am Vorabend nur zusammen mit seiner Alten einen über den Durst getrunken? Beispiel: Er sitzt in seinem Büro(wo wir ihn übrigens die meiste Zeit im Film antreffen), das Telefon klingelt und er nimmt ab. Am anderen Ende der Leitung scheint eine besorgte Bürgerin zu sein. Sie erzählt ihm, das ihr Wagen nicht mehr anspringt. Er daraufhin: "Nun,dann würde ich ihnen empfehlen die Autowerkstatt aufzusuchen, die macht um 8.00 Uhr auf." Wow,Mister Sheriff ist ja wirklich genial und sehr bürgernah, das sie auch die Öffnungszeiten der Autowerkstatt auswendig gelernt haben. Aber es geht natürlich noch weiter.Sheriff:"Wenn sie die Telefonnr. wollen, müssen sie mal ins örtliche Branchenbuch schauen. Also dann spitzen sie mal den Zeigefinger." Dieser Ton paßt der Anwohnerin wohl gar nicht und sie hängt kurzerhand einfach auf. Sheriff zu sich selbst:"Also ich frage mich wirklich, warum sie jetzt aufgelegt hat." Während des Satzes wird natürlich richtig schön fett in die Kamera geglotzt damit auch ja der Eindruck entsteht, als ob der gute Mann tatsächlich mit dem Publikum spricht. Wirklich zum Schreien komisch, fast so gut wie der kleine Michael in Bianchi's Kultkracher Die Rückkehr der Zombies. Ich sage nur folgendes."Mama das Tuch hier riecht irgendwie nach Tod."
Genauso genial sind aber auch alle anderen Akteure in ihren Dialogen, als da wären zum Beispiel ein völlig vertrottelter Hinterwäldler mit seinen beiden fickrigen Töchtern, die übrigens ohne Schminke genauso alt sind wie ihr "Filmvater".Auf jeden Fall streitet der Alte sich ständig mit einer von den beiden.
Wenn er dann im weiteren Verlauf des filmischen Desasters seltsame "Diamanten" findet, diese in seine Schublade packt(schließlich will man die Dinger ja später noch zu ordentlich Geld machen, man kann ja nicht sein Leben lang in dieser Bruchbude hier draußen in der Einöde versauern), die Teile sich aber dann verändern und zu Spinneneiern werden, wundert der Zuschauer sich doch warum es nicht sofort Spinneneier waren. Achso richtig,irgendeinen Grund muß es ja geben das so ein
genial am Leben teilnehmender Brathahn die Teile zu Hause bei sich in den Schrank legt. Guter Drehbucheinfall! Denn im weiteren Verlauf öffnet natürlich eine seiner Töchter die besagte Schublade und weicht erschrocken zurück. Nanu,was kommt denn da aus der Schublade. Ein Fußballgroßes Wollknäuel mit vielen lustigen Haaren drauf und eins,zwei,drei...ja genau acht Beinchen. Oh sorry,natürlich ist es kein Wollknäuel sondern eine furchteinflößende Spinne. Womit wir auch schon bei den tricktechnischen Meisterleistungen des Steifens wären.Es bildet sich natürlich nicht nur eine Spinne sondern noch viele weitere. Ihre Anführerin, Mama Spinne darf dann gegen Ende sogar noch den todesmutigen Sheriff im Faustkampf auffressen. Wirklich zum Schreien und den Oberhammer des technisch Machbaren stellen allerdings Mama's AUGEN dar.Zwei aufgesetzte sphärenförmige autoscheinwerferoberflächenmäßige Kuller(sorry für das lange Wort,aber besser kann man es meiner Meinung nach nicht beschreiben)die auch noch hübsch abwechselnd rot blinken. Wenn Mama dann nämlich einen Rummel überfällt wissen die Akteure schon lange vorher. Achtung da kommt was Gefährliches, laufen wir mal lieber alle ganz schnell weg.
Die beiden Forscher die natürlich auch nicht fehlen dürfen laufen über eine große Wiese.Peng. Einer der am Wochenende wahrscheinlich dauerstrammen Akteure versucht gerade seine Angebetete aus den von Mamaspinne zerbeulten Trümmern der "Luxusvilla" zu befreien und schießt mit Papa's Powerflinte auf die sich mit ungefähr 3km/h, oh sorry wir sind ja in Amiland, also mph dahinbewegenden Spinne. Mamaspinne du bewegst dich wirklich einfach viel zu langsam.
Der Forscher zu seiner Kollegin: "Was war denn das?"
Sie: "Es hörte sich an wie ein Jäger mit seinem Gewehr!"
Er: "Es ist doch gar keine Jagdsaison, laß uns lieber schnell verschwinden."
Hervorragender Dialog! Die Liste der Peinlichkeiten ließe sich unendlich weiterführen, nun habe ich aber keine Lust mehr. Fazit:Trash at it's best. Vielen Dank für die vielen Male die ich am Boden gelegen habe.
Die Premierefassung schien auch diesmal wieder stark abgedunkelt worden zu sein, macht aber nichts.
Wertung 9/10 Lachpunkten

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