Leon (Aaron Poole) hat das Haus seiner Mutter geerbt, zu der er seit Kindesjahren keinen Kontakt mehr hatte. Seine Mutter war streng religös und fragte Leon mit neun Jahren, ob er an Gott und Engel glaubt. Nachdem er diese Frage verneinte, stoß ihn seine Mutter ab. Doch über zwanzig Jahre später kann sich Leon ein Bild seiner verstorbenen Mutter machen, wie sie wirklich gelebt hat und er wird eines besseren belehrt, ob ihr Glaube Sinn ergab...
... das dachte sich der kanadische Regisseur Rodrigo Gudiño, nachdem er seine zehnte Crackpfeife zu Ende geraucht hatte. Denn ganz ehrlich: Die Definition "subtiler Horror/Grusel" wäre noch zwei Hausnummern zu hoch, für diesen Schinken, der ohne Abspann 75 Minuten dauert und sich ohne nennenswerte Höhepunkte, Spannung oder irgendetwas, das mich abhält, an mir selber rumzufummeln über den Fernseher flimmert.
Wie kann man sich den Film vorstellen? Also, erst einmal muss man sagen, dass Hauptdarsteller Leon eigentlich der einzige Darsteller bis auf ein paar Statisten ist, die maximal 30 Sekunden durchs Bild flutschen und Leon geht ohne Scheiß 70 Minuten das Haus hoch und runter, zieht mal eine Zigarette durch, während a) seine verstorbene Mutter den ganzen Film über dezent platziert im Off labert und b) Leon sich dabei alte Tagebücher, VHS-Kassetten mit religiösem Nillekäse und das andere Inventar im Haus seiner Mama anschaut.
Dabei ist Leon so flach gezeichnet, dass das schon eine wahre Meisterleistung ist, den einzigen Darsteller des Filmes so zu versauen und ihm überhaupt keine Tiefe einzuhauchen. Höhepunkt dieses "Gruselfilms" sind dann zwei Statuen, die plötzlich ihre Augen öffnen (das sollte wohl so etwas wie Schockmomente darstellen) und eine Kreatur am Schluss, die Leon dem Profi das Leben zu Hölle oder was auch immer macht.
Zu keiner Zeit hat mich dieser Schund unterhalten, fasziniert oder mitgerissen. Nicht einmal ansatzweise.
Selten so einen Scheiß gesehen und ich wüsste nicht, in welche Sparte ich diesen Schrott einordnen müsste. Wahrscheinlich würde ich ihn als überlangen Bibelclip auf Jesus-TV ausstrahlen lassen, da er dort seine Zuschauer finden wird, die diese Missgeburt von Film mit ihrem Rosenkranz und der Bibel im After abfeiern können.
1/10