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"So Close" ist ein gut gemachter HK-Streifen der stark an "3 Engel für Charlie", "The Matrix" und "Nikita", der mit einer hervorragenden Optik überzeugen kann.

Als Virus-Spezialist "HighTech Angel" getarnt gelingt es der Auftragskillerin Lynn (Shu Qui) einen Konzernchef zu ermorden. Der Mord geschah im Auftrag des Bruders des Konzernchefs, der nun das Unternehmen an sich reißen will, und Lynn sowie deren Schwester Sue (Vicki Zhao) für den Mord bezahlt hat. Als die Polizistin Hong (Karen Mok) Nachforschungen betreibt, wird dem Bruder klar, dass er alle Spuren beseitigen muss. Darum hetzt er seine Killer auf die beiden Schwestern und die Polizistin, die nun zur Zusammenarbeit gezwungen sind...

Shu Qui (The Transporter) ist eindeutig die attraktivste der drei Frauen, während Karen Mok (Dragon Heat) die erfahrenste sowie erwachsenste Frau und Vicki Zhao (Green Tea) die naivste Frau des Trios darstellen. Jedoch ergänzen sich die drei sehr gut, auch wenn im Finale nur noch ein Duo gegen die Gangster vorgeht.

Corey Yuen (Karate Tiger, The Transporter) hat einen visuell beeindruckenden HK-Streifen hervorgezaubert, der sich hinter US-Produktionen nicht zu verstecken braucht. Es gibt ziemlich viel Martial Arts und auch einige blutige Shoot-Outs sowie gut choreographierte Fights mit dem berühmten Katana-Schwert. Schon die Eröffnungssequenz ist visuell gut inszeniert worden. Bemerkenswert ist auch, dass dort außer der Zielperson keine anderen Menschen getötet werden, sondern lediglich Beinschüsse abbekommen, während in so manchen Ami-Filmen gleich alles ins Jenseits geballert wird, was einem vor die Kanone kommt. Bei der ganzen Action vernachlässigt der Film aber auch die Story nicht und hat auch die eine oder andere Romantik-Szene zu bieten. Denn im Gegensatz zu den "Matrix"-Fortsetzungen geht die Handlung hier nicht durch die CGI-Effekte unter.

Die Kämpfe selbst orientieren sich klar an "The Matrix" und den Filmen von John Woo. Auch wenn sie nicht so märchenhaft wirken wie in "Tiger & Dragon" sehen sie dennoch unrealistisch aus und an einigen Stellen wird auch mal übertrieben. Die Fights mögen ein visueller Hochgenuss sein, doch wenn man sie auf solche Weise mehrfach serviert bekommt, verliert man auf Dauer einfach die Lust daran. Ich persönlich bevorzuge eher realistischere Action mit blutigen Shoot-Outs und knallharten Zweikämpfen a'la "Lethal Weapon" oder "Stirb langsam". Zur Abwechslung kann man sich aber einen Film wie "So Close" dennoch anschauen, da er Unterhaltung pur bietet.

"So Close" ist zwar kein unbedingtes "Must see"-Movie, aber man sollte sich mal in der nächsten Videothek nach dem Film umschauen, da er ein paar gute Szenen vorzuweisen hat. Wer also die Möglichkeit hat, an den Film zu kommen, sollte ihn sich angucken.

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