Regisseur Keoni Waxman hatte sich eigentlich schon recht gut auf Steven Seagal eingeschossen und ein paar für den DTV-Markt recht solide Arbeiten hingelegt, doch die Limitierung auf einen eindimensionalen Schauplatz scheint rein gar nicht seine Sache zu sein.
Und das trotz des Power-Duos Seagal und Steve Austin.
Die Black-Ops-Agenten Cross (Seagal) und Manning (Austin) sollen vor der Schließung eines Gefängnisses den letzten Gefangenentransport vorbereiten, als eine Söldner-Truppe unter Chris Blake (Michael Pare) in das Gebäude eindringt und das Kommando übernimmt. Sie haben es auf einen weiblichen Häftling abgesehen, der ein Implantat mit wichtigen Daten in sich trägt, doch die beiden Ex-Soldaten lassen nicht lange auf sich warten…
Waxman bietet uns mit seinem Actioner eine Variante von „Stirb langsam“ und viele Parallelen zu „The Rock“, wobei die Eigenständigkeit der Story auf arg wackeligen Beinen steht. Das beginnt bei den flachen Klischeefiguren, geht über die monoton inszenierten Schießereien und mündet beim völlig spannungsfreien Finale ohne Überraschungen.
Seagal scheint indes wieder etwas breiter geworden zu sein, benötigt bis auf Weiteres jedoch kein Double und erledigt die wenigen Handgriffe und Tritte noch selbst. Austin teilt da wesentlich genussvoller aus, taucht aber zwischenzeitlich zu lange ab, zumal es gemeinsame Szenen der Actionhelden fast gar nicht zu verzeichnen gibt.
Stattdessen wird viel taktiert, zwischendurch geschossen und gekämpft, was trotz der ordentlichen Choreographie kaum Abwechslung verschafft.
Es mangelt an Humorschüben und lockeren Sprüchen, um dem Treiben zumindest ein wenig Charme zu verleihen, stattdessen kommen zu viele Einstellungen der Überwachungskameras in den verschiedenen Sektoren zum Einsatz, was auf Dauer reichlich ermüdet und gleichermaßen auf die kargen Räumlichkeiten in zumeist schummriger Belichtung zutrifft.
Die Ziele der bösen Jungs sind rasch auf den Tisch gepackt, genauso wissen die guten Jungs aufgrund eines numerischen Codes vorzeitig Bescheid und so fühlt man sich die meiste Zeit über wie in einem passiven Shooter.
Hier und da sind zwar kleine Höhepunkte zu verzeichnen, etwa, als eine Agentin gegen einen Koloss von Gefangenen kämpft oder in der Küche vorhandene Werkzeuge zweckentfremdet werden, doch die großen Schauwerte bleiben bis zuletzt aus, selbst der finale Fight bietet einen komplett einseitigen Ablauf, obgleich sich der latent polternde Score müht, die Dramaturgie noch einmal anzufachen.
So bietet „Maximum Conviction“ eher Minimum Variation, denn trotz eines passablen Erzählflusses und tauglicher darstellerischer Leistungen will der Funke bei diesem Actioner einfach nicht überspringen. Es mag an den flachen Figuren liegen, am wenig abwechslungsreichen Ablauf oder der eher unspektakulär inszenierten Action, - den sieht man so nebenher und am Ende hat man nicht das Gefühl eine wesentliche Szene verpasst zu haben.
Schwache Story, Suspense auf Sparflamme, - das sollte bei der nächsten Zusammenarbeit zwischen Waxman und Seagal besser nicht das Fazit sein.
4 von 10