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In "Maximum Conviction" stehen Steven Seagal und Steve Austin das erste Mal gemeinsam vor der Kamera. Regisseur Keoni Waxman hingegen hat mit beiden Stars schon seine Erfahrungen sammeln können. Und das waren durchaus keine schlechten.

Cross und Manning sind zwei Ex-Elitesoldaten, die ein Gefängnis stilllegen müssen. Es werden jedoch in letzter Sekunde zwei weibliche Gefangene eingeliefert, die der Regierung übergeben werden sollen. Statt US Marshalls tauchen skrupellose Söldner auf, die den Knast in ihre Gewalt bringen ...

Die Story klingt ausgelutscht. Das ist sie leider auch. Der Zuschauer bekommt weder etwas Neues noch eine Überraschung an der einen oder anderen Stelle geboten. In "Maximum Conviction" geht es nur darum, 90 Minuten so unterhaltsam und kurzweilig wie möglich herunterzuspulen. Das ist Keoni Waxmann dann auch gelungen. Das erste Drittel mag noch recht zäh sein. Wenn die bösen Jungs auf der Bildfläche erscheinen, geht endlich die Post ab.
Actiontechnisch bewegt man sich sichtlich im B-Sektor, denn wirkliche Highlights bleiben aus. So besteht die Action hauptsächlich aus Schießereien mit großkalibrigen Waffen und diversen Nahkämpfen, in denen sowohl Seagal als auch Austin punkten können. Seagals Leibesfülle ist mittlerweile spektakulären Moves im Wege, dennoch geht der Aikido-Recke zünftig (und brutal) zu Werke. Auch musste er ganz selten beim Gehen gedoubelt werden, beim Sprechen schon gar nicht. Da hatte wohl einer richtig Lust auf diesen Streifen.
Steve Austin spielt hingegen nur die zweite Geige. Das heißt, der finale Kampf gehört Seagal.
Auf der gegnerischen Seite wurde mit Michael Paré ein relativ bekanntes Gesicht gecastet. Paré kann jedoch keinerlei Akzente setzen. Das liegt zum einen an der begrenzten Screentime, zum anderen an dem Pappkamerad von Charakter, den er verkörpert. Schade drum!

Keoni Waxman kann es einfach. Er holt sowohl optisch als auch actionmäßig das Maximum (haha, Wortspiel!) aus diesem soliden, sogar zeitweilig spannenden Direct-to-Video-Kracher heraus. Das hat er schon bei "The Keeper" und "A Dangerous Man" nicht anders gemacht.
Steven Seagal bleibt mit solch unterhaltsamen Kloppern weiterhin gut im Geschäft und lässt fast seine maue Serie (die zwischenzeitlich nun doch in die zweite Runde gegangen ist) in Vergessenheit geraten.

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